Die PMR geht auf den amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobsen zurück, der dieses Verfahren erstmals 1929 beschrieben hat. Er beobachtete dass Unruhe, Angst und psychische Spannung häufig mit einer Anspannung der Muskulatur einhergeht. In der Konsequenz ist ein Zustand von innerer Ruhe und Entspannung deutlich mit einer Abnahme des Muskeltonus korreliert. Die PMR induziert eine allgemeine Entspannungsreaktion mittels systematischer Anspannung + unmittelbar darauffolgender Entspannung verschiedener quergestreifter Muskelgruppen, verbunden mit der Wahrnehmung („spüren“) der sich dabei einstellenden körperlichen Effekte, wie z.B. der Empfindung von „Schwere“ und „Wärme“.
Das bedeutet dass die PMR zum einen die Fertigkeit schulen möchte, zwischen Empfindungen von (muskulärer) Anspannung und Entspannung zu unterscheiden bzw. diese differenziert und frühzeitig wahrzunehmen. Durch diese angestrebte Verbesserung in der Selbstaufmerksamkeit, soll der Teilnehmer im frühzeitigen Erkenn
10 x 60
Min.
110,00 €
11,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Erfahrungsaustausch der letzten Stunde. In der ersten Stunde werden die Teilnehmermanuale ausgeteilt und nach Erfahrung der Teilnehmer bezüglich der verschiedenen Entspannungsverfahren gefragt. Nach der Begrüßung wird das Stundenthema vorgestellt. Jede Stunde hat einen anderen Schwerpunkt. Die erste Stunde beginnt mit der 16er Muskelreihe. In jeder weiteren Stunde sollen die Teilnehmer die Reduktion der einzelnen Muskelgruppen kennen lernen bis hin zur Zähltechnik. Es werden Kissen, Matten und Decken benötigt. Da jede Stunde einen anderen Schwerpunkt hat, wird auch vor Beginn des Unterrichtes eine kleine Theoretische Einführung in das entsprechende Stundenthema gegeben. Diese erfolgt in Form eines kleinen Vortrages (max. 5-10 Min.). Hausaufgaben werden zu den jeweiligen Stundenthema aufgegeben. Die Teilnehmer sollen sich eine Woche lang mit den jeweiligen Schwerpunkten im Alltag auseinandersetzen oder Umsetzen.
Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit Erläuterung der psychophysischen Wirkzusammenhänge von Stress und Entspannung, Einübung des Entspannungsverfahrens sowie Anleitung für Übungen außerhalb der Trainingssitzungen, um einen Transfer in den Alltag zu gewährleisten.
Entspannungsverfahren zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen damit im Wesentlichen auf der Ebene des Palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlaufe eines Entspannungstrainings wird durch regelmäßiges Über in das selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gebahnt und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert.
Versicherte mit Stressbelastungen, die ein Verfahren zur gezielten Dämpfung der akuten Stressreaktion erlernen und über dessen regelmäßige Anwendung zu vegetativ wirksamer Erholung und Regeneration finde möchten. Für Versicherte mit schweren Behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen sind die Maßnahmen kontraindiziert.