BeckenbodenSchule mit dem Tanzberger-Konzept® - reaktive Kräftigung vitaler Beckenbodenfunktionen -
Die präventive BeckenbodenSchule mit dem Tanzberger-Konzept® fördert mithilfe fundierter Wissensvermittlung (in Theorie und Praxis) sowie praktischer Übungsanleitungen die Entwicklung und nachhaltige Stärkung der Selbstkompetenz der Kursteilnehmer. Das Tanzberger-Konzept® ist ein Konzept zur Prävention für Menschen aller Altersstufen. Ziel ist ein Risiko vorbeugendes Alltags- und Bewegungsverhalten sowie der gesunderhaltende Umgang mit den Speicher- und Entleerungsabläufen von Blase und Darm. Wahrnehmungsschulung, Atemspürarbeit und funktionelles Bewegungstraining für den Beckenboden sind Beispiele maßgeblicher Inhalte dieses Konzeptes. Ziel des Kursangebotes ist die Stärkung der körpereigenen Ressourcen zur Gesunderhaltung des Beckenboden-Sphinkter- und Kontinenzsystems. Grundregeln des funktionellen Beckenboden-Sphinkter-Trainings mit dem Tanzberger-Konzept® - mithilfe der Konzentrationstechnik „Gerichtete Aufmerksamkeit“ wahrnehmen, ansteuern und trainieren in Kraft und Ausdauer.
10 x 60
Min.
99,00 €
9,90 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
A) Vermittlung von Hintergrundinformationen/Wissenskompetenz Funktionelle Anatomie: - Lage der Speicher- und Entleerungsorgane Blase und Darm - Lage und Primärimpulse der muskulären Kontinenzstrukturen: Beckenboden und Sphinkter
Physiologie von Speicherung und Entleerung: - Kontinenzfaktoren - systemische Kooperationen und Koordination Potentielle Gefahren für den Beckenboden und das Kontinenzsystem im Alltag
- Freizeit
- Beruf
B) feinmotorische Wahrnehmungsschulung - Einführung: Gerichtete Aufmerksamkeit, Visualisation - Beckenboden: Struktur und Funktion - Lage und Primärimpulse
- Sphinkter: Struktur und Funktion - Lage und Primärimpulse - Kooperation:
Das Beckenboden-Sphinkter-System und das Bauchkapselsystem
Das Beckenboden-Sphinkter-System und Atemsystem Diaphragma pelvis - Diaphragma pulmonale - Diaphragma oris
- Bezug: Beckenboden-Sphinkter-System und Statik/Haltung Beckenboden-Sphinkter-System - muskuläre Bauchkapsel – Wirbelsäule
- Auswirkung spontaner intraabdomineller Druckerhöhung auf das Beckenboden- Sphinkter- System
C) Erhalt der Beweglichkeit von Wirbelsäule, Becken, Hüftgelenken
D) Aktive Nutzung systemischer Zusammenhänge zur Stimulation des Beckenboden-Sphinkter-Systems (Bsp.: Bauchkapselsystem, Atemsystem, Bewegungssystem)
E) Topographie- und Kontinenzschutz:
- Stimulation von Durchblutung und Trophik (Extrinsische Übungen, physikalische Begleitmaßnahmen im Heimprogramm) sowie Entspannungsübungen zur
Wahrung des muskulären Eutonus
- dynamisches motorisches Training des muskulären Beckenboden-Sphinkter- Systems: Kraft, Ausdauer, Reaktivität, Koordination
- Widerlagerung spontanter intraabdomineller Druckerhöhungen mithilfe Funktioneller Sofortmaßnahmen (Hustendreh, Niesrück)
- Drangprophylaxe durch die Vermeidung System gefährdender Verhaltensmuster - Vermeidung von Beckenboden-Fehlbelastungen im Arbeits-, Freizeit- und Bewegungsalltag
F) Erarbeitung eines Heimprogramms zum nachhaltigen Beckenboden- und Kontinenztraining - Weiterführung der praktischen Kursinhalte unter Berücksichtigung der Hintergrundinformationen über den Präventionskurs hinaus.
A) Vermittlung von Hintergrundwissen
> Vortrag/ Lehrgespräch unter Zuhilfenahme von
- Computer-Präsentation: auditiv (verbale Moderation der Charts) und visuell (Text und anatomisches Bildmaterial)
- anatomischer Modelle (Becken, Wirbelsäule, Torso mit Oranen) : haptisch und visuell
- Schautafeln (anatomisches Bildmaterial, Reiz- Reaktions-Modell n. Tanzberger): visuelle und verbale Erklärungen
> Haptische und kinästhetisches Selbsterleben sowie 3D-Darstellung der Funktionsweisen und inneren Bezüge unter Nutzung von
- DemoSets (spezifisches Demonstrationsmaterial: elastisches Gymnastikband, Punch-Luftballon, Scherengittergerüst, Schaumstoffschlauch, beutel mit Zugbandverschluss, flexible Leiste), je Teilnehmer 1 Set
B) Feinmotorische Wahrnehmungsschulung
> verbale Instruktion (geistige Führung)
> beobachten, analysieren, korrigieren
- in diversen Ausgangsstellungen, z.B. Stand, Sitz auf dem Hocker oder dem Beckenboden-Therapieball, Rücken- oder Bauchlage
C) Atemspürarbeit: Atemerfahrung & Atemführung
- Bewusstseinschulung > Vormachen/Nachmachen, > Instruktion/ Beobachtung/ Analyse/ ggf. Korrektur
- Wahrnehmung: > Einsatz der stenosierten Ausatmung auf dem vorderen CH, > Einsatz der Verschluss- bzw. Explosivlaute P oder T oder K
- Vorbereitung: Einsatz der Atemtechniken > bei extrinsischen Beckenboden-Sphinkter-Übungen, > im Alltag
D) Funktionelle Sofortmaßnahmen zum Topographieschutz
- Verarbeiten spontaner intraabdomineller Drückerhöhungen > Erklären, > Vormachen/Nachmachen, > Instruktion/ Beobachtung/ Analyse/ ggf. Korrektur
E) Stimulation: Intrinsisches Beckenboden-Sphinkter-Training
- Erklären: Reiz-Reaktionsmodell; Harnspeicherzeit ist Trainingszeit
- Diskurs: eigene Verhaltensweisen vs empfohlener Trinkmengen, Trinkmengenverteilung, Miktionsfrequenzen etc.
- Selbsterfahrung und Selbsteinschätzung: Erstellen eines Trink-Miktions-Protokolls (5 Tage) > Auswertung durch Kursleitung, > Besprechung in der Gruppe bzw. Einzelgespräch
- Umsetzung: ggf. Anpassung der Nutzung der körpereigenen Trainingsreize zum Schutz der Strukturen
F) Rhythmisch-dynamisches Beckenboden-Sphinkter-Training (extrinsische Training)
- Erklären und Vormachen der Übungen durch den Kursleiter
- Nachmachen unter Anleitung der Kursleitung: Instruktion/ Beobachtung/ Analyse/ ggf. Korrektur
- Umsetzung: es wird solange geübt, bis das jeweilige Übungsziel und der jeweilige Übungsablauf so verstanden und umgesetzt werden kann, dass die selbstständige, korrekte Durchführung im Rahmen des Heimübungsprogramms möglich ist
- Unterstützung: Übungsblätter zum Tanzberger-Konzept®, Kursteilnehmer-Handout bzw. eigene Notizen, regelmäßige Wiederholung der Übungen in den darauf folgenden Übungseinheiten incl. ggf. nochmaliges Korrigieren (motorisches Lernen)
- Anpassung an unterschiedliche Belastungs- und Alltagssituationen, bzw. unterschiedliche Trainingszustände
> Variation der ASTE (Matte: Bauchlage, Rückenlage, Vierfüßlerstand, Knie-ellbogenlage, Sitz: auf Hocker / Beckenboden-Therapie-Ball, Stand, Gang,
> Ohne Übungsmedien
> Unter Einsatz von Übungsmedien (z.B.: Matte, div. Lagerungsmaterial, Hocker, Beckenboden-Therapie-Ball in verschied. Größen, ggf. Ballschale zur
Absicherung), Beckenboden-Ballblase, Reiskissen, Schwamm, Stab (mind. 1,50 m),elastisches Gymnastikand (ca. 2,80 m), Igelball, Schaumstoffschlauch (z.B.
Fahrradgriff)
G) Drangprophylaxe
- Erklärung: Wirkweise der psychosomatische Drang-Aufschubstrategien
- Ausführung: Vormachen / Nachmachen unter verbaler Instruktion
- Einüben im Rahmen des Kurses (Beobachtung/ Analyse/ ggf. Korrektur)
- Umsetzung im Heimprogramm zur Übernahme und Integration im Alltag
H) Struktur schonendes Alltagsverhalten
- Vermeidung von Beckenboden-Fehlbelastungen -
> verbale Information
> Diskurs über Alltagsfehlbelastungen, deren Erkennen und ggf. Eliminieren zu Aktivitäten des täglichen Lebens, z.B.: Positionswechsel, Bücken-Heben-Tragen, Stehen-Gehen-Rennen, Treppauf- und Treppabgehen, Bergauf- und Bergabgehen, Sport, Husten, Niesen, Defäkationsverhalten
> Vormachen/ Nachmachen
> Instruktion/ Beobachtung/ Analyse/ ggf. Korrektur
Gesundheitspflege und Risikoschutz für das Beckenboden-Sphinkter-System
A) Vorbeugung gegen uro-genito-rektale Funktionsstörungen, z. B.
- Deszensus urogenitorektale
- Sphinkterinsuffizienz mit Belastungsinkontinenz von Blase und/oder Darm
- Drangsymptomatik und Dranginkontinenz von Blase und/oder Darm
- Mischinkontinenz von Blase und/oder Darm
B) Aufbau einer individuellen Gesundheitskompetenz, Risikoschutz
- Bewusstsein für die Notwendigkeit einer stabilisierenden Gesundheitserhaltung
- Vermittlung der erforderlichen Handlungskompetenz zur nachhaltigen Vermeidung der Entstehungsmechanismen von Deszensus urogenitale, Drangsymptomatik und Inkontinenz
C) nachhaltiges funktionelles Training der muskulären Ressourcen
D) Aufbau: Selbstkompetenz zur eigenständigen Weiterführung des Trainingsprogramms über die Kursdauer hinaus.
Gesunde und an der Gesunderhaltung des Beckenboden- und Kontinenzsystems interessierte Frauen und Männer ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen geeignet für Frauen nach Schwangerschaft und Geburt zum Gesunderhalt und zur Vermeidung persönlicher Risiken in dieser speziellen Lebenssituation Voraussetzung ist: Kursteilnahme erst nach abgeschlossener Rückbildung für Frauen nach Schwangerschaft und Geburt.