Autogenes Training für Kinder

Das Autogene Training für Kinder basiert auf dem Konzept von J. H. Schultz und bietet eine spielerische Herangehensweise an Entspannung mithilfe von Entspannungsgeschichten, in die Übungen des AT eingebettet sind. Das Autogene Training wurde im Jahr 1926 von dem Neurologen und Psychiater J. H. Schultz entwickelt und basiert auf der Entdeckung, dass das Gefühl der Entspannung autogen ist. Das heißt, die physische und psychische Entspannung kann durch Selbstinstruktion erreicht werden. AT ist ein Entspannungsverfahren, bei dem durch selbst wiederholte Suggestionen ein seelisches und körperliches Wohlbefinden erzeugt wird, das Einfluss auf die Organfunktionen nimmt und damit zu einer Beruhigung des vegetativen Nervensystems führt (Selbsthypnose). Körperlich kann dadurch ein Zustand von Entspannung wahrgenommen werden, da hierbei das unwillkürliche Nervensystem angesprochen wird. Die so erzielte innere Ruhe und Entspannung eignet sich ausgezeichnet für Stressregulation und Stressabbau.
8 x 60
Min.
100,00 €
12,50 €
pro Einheit
6 bis 12
Jahre
Auf Anfrage
Zu den Zielstellungen des Autogenen Trainings zählen u.a. die Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung, das Herbeiführen einer körperlichen und geistigen Entspannung, die Vermittlung der formelhaften Vorsatzbildung und die Ausführung autosuggestiver Formeln. • Indikationen und Kontraindikationen • Physiologische Kennzeichen und psychologische Effekte einer Entspannungsreaktion • Positive Effekte von Entspannungsübungen • Mögliche Probleme beim Üben von Entspannungstechniken • Anwendungsmöglichkeiten und Wirkungsweise von AT • Einstiegsübungen (z.B. Zitronenexperiment) • Ruhetönung, 6 Übungsformeln der Grundstufe, formelhafte Vorsatzbildung (beim Autogenen Training für Kinder wird der Begriff „Zauberformel“ verwendet) • Körperpositionen beim AT • Rücknahme beim AT Inhalte im Kurs: • Was macht mir Stress? Was ärgert mich? • Sensorische Entspannung durch Bewegungsübungen (Bewegungsspiele) • Grundlagen des Autogenen Trainings: Wie funktioniert Autogenes Training? • Grundlagen und Wirkungsweise der Ruhetönung, Schwereübung, Wärmeübung, Atem- und Herzübung sowie Bauch- und Stirnkühleübung • Imaginative Entspannung durch Fantasiereisen (Autogene Formeln werden in Geschichte eingebaut), Bilder, Malen von Ruhebildern und Musik • Vertiefung der Übungen durch „Hausaufgaben“ (Beobachtungs- oder Übungsauftrag) Methoden • Systematisches Trainingsprogramm mit einer wissenschaftlich fundierten Entspannungstechnik (Autogenes Training nach Schulz) • Einzelübungen, Partnerübungen und Gruppenübungen • Wissensvermittlung durch Vortrag und Gruppengespräche • Schrittweise Erweiterung der Übungen • Anleitung zur Selbstbeobachtung von Spannungsreaktionen im Körper (z. B. über Beobachtungsaufträge für Zuhause oder das Arbeitsblatt „Beobachtungsbogen Körper“) • Praktisches Üben von Entspannungsmethoden • Anleitungen für den Einsatz im Alltag (Zuhause, Schule, Übungen im Sitzen) • Teilnehmerunterlagen mit Übungsanleitungen und Fantasiereisen zum Vorlesen • Beteiligung der Eltern, um Umsetzung während und nach des Kurses zu ermöglichen (Transfer in Alltag)
Bei Kindern wird das Autogene Training in Form von Geschichten angeleitet, dabei kommen nicht alle sechs Übungen des AT gleichzeitig vor. Die Kinder sagen sich zu Beginn die Formeln nicht autogen (also selbst) sondern bekommen sie vorgelesen (erzählt). Es ist auch darauf zu achten, dass keine „angsteinflößenden“ Formeln gebildet werden. Nutzt man bei Erwachsenen, z.B. die Formel „es atmet dich“ – so könnte diese Aus-drucksweise den Kindern Angst machen. Nach und nach können immer mehr Elemente hinzugefügt werden. Wenn die Kinder das Verfahren kennengelernt haben und geübt sind, können sie die formelhafte Vorsatzbildung auch selbstständig in ihrem Alltag verwenden und die erlernten Formeln nutzen. Da sie durch die Übungen den Zustand der Ruhe nun gut kennen, können sie diesen mit Hilfe der Formel schneller erreichen, als dies zuvor der Fall war. Grundsätzlich führt das regelmäßige Üben von Entspannung zu einer allgemein gelasseneren Einstellung und einem geringeren Spannungsgefühl. Beim Kursaufbau ist auf die folgenden Zielstellungen zu achten: • Die Sitzungen dürfen nicht zu lang sein (in der Regel 45 bis maximal 60 Minuten) • Die einzelnen Übungen dürfen nicht zu lang sein. Altersabhängig je ca. 10 bis 20 Minuten • Eltern, Bezugspersonen (Lehrer, Erzieher) werden einbezogen • Die Kinder werden an die autogenen Formeln frühzeitig herangeführt. Dies führt dazu, dass sie später (ab ca. 12 Jahren) die Übungen in der klassischen Form schnell eigenständig durchführen können • Die Grundübungen des Autogenen Trainings erlernen die Kinder zuerst, damit sie schneller in die Ruhe hinein finden
Entspannungsverfahren zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen damit im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlaufe eines Entspannungstrainings wird durch regelmäßiges Üben die selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gebahnt und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert. • Verbesserung der Stressbewältigungs- und Konzentrationsfähigkeit • Körperliche und geistige Entspannung • Förderung der Körperwahrnehmung • Durch regelmäßiges Üben soll ein Entspannungszustand schnell herbeigeführt werden (z.B. in akuten Stress-Situationen)
Die Maßnahmen richten sich an gesunde Versicherte (Kinder im Alter von 6-12 Jahren), die ein Verfahren zur gezielten Dämpfung der akuten Stressreaktion erlernen und über dessen regelmäßige Anwendung zu vegetativ wirksamer Erholung und Regeneration finden.