Neue Rückenschule - Neue aktive Wege – zertifizierter Kurs DVGS e.V
Das Konzept "Neue Rückenschule - Neue aktive Wege" hat drei übergeordnete Zielsetzungen:
1) Die Vermittlung von Wissen über Hintergründe und den Umgang mit Rückenschmerz, sowie den Aufbau individueller Verhaltens- und Handlungskompetenzen in Rückenschmerzepisoden.
2) Die Hinführung zu mehr eigenständig durchgeführter körperlicher und gesundheitssportlicher Aktivität und die Anbahnung einer überdauernden Bindung an diese.
3) Die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness bzw. die Vermeidung/Reduktion einer Dekonditionierung.
Der Kurs ist modular aufgebaut, d.h. in jeder Kurseinheit finden sich die Interventionsformen der Informationsvermittlung (kognitive Komponente), sowie körperliche Aktivität und körperliches Training (motorische Komponente), als auch Modulinhalte zum sozial-emotionalen Erfahren und Erlernen (psychosoziale Komponente) wie z.B. das Thema Entspannung im Handlungsfeld Rückengesundheit.
10 x 60
Min.
150,00 €
15,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Eine Kurseinheit setzt sich immer aus dem Einführungsteil, der Bewegungspraxis und dem Stundenausklang zusammen. Die übergeordneten Inhalte der Kurseinheit lauten wie folgt:
1) Wissensvermittlung (Kognitive Komponente)zum Thema Rückengesundheit
2) Trainieren/Üben (motorische Komponente)im Handlungsfeld Rückengesundheit
3) Sozial-emotionales Erfahren und Erlernen (psychosoziale Komponente)als Erweiterung im Handlungsfeld Rückengesundheit.
) Übungen zur Verbesserung der Bewegungsfunktion der Rücken- und Rumpfmuskulatur in Bezug zur Funktion der Wirbelsäule in Synergie mit der Extremitätenmuskulatur, um die WS in ihren Bewegungsanforderungen zu sichern.
2) Übungen zur Verbesserung der Haltungsfunktion der Rücken- und Rumpfmuskulatur, um die Wirbelsäule in Fort-Bewegung aufrecht und stabil zu halten.
3) Stabilisierungsübungen, Propriozeptive Übungsformen, Stabilisierungsübungen, Funktionelle Gymnastik, Übungen mit Kleingeräten.
4) Vermittlung von Hintergrundwissen über Entstehung und Bedeutung von Rückenschmerzen mit dem Ziel der Beeinflussung von schmerz- bzw. krankheitsbezogenen subjektiven Theorien und des korrespondierenden Verhaltens (Furcht- Vermeidungsverhalten, passive Coping-Strategien, Schmerzwahrnehmung, Kathastrophisieren).
5) Vermittlung von Hintergrundwissen und Selbsthilfemöglichkeiten zum Aufbau von aktiven Coping-Strategien.
6) Vermittlung von Bewegungstechniken und Selbststeuerungskompetenzen (Handlungswissen) für die Durchführung eigenständiger gesundheitssportlicher Aktivitäten.
7) Vermittlung von Wissen über Hintergründe und Effekte von körperlicher Aktivität zum Aufbau von Bindung.
8) Erarbeitung von Möglichkeiten einer problembezogenen Bewältigung, z.B. durch eine verbesserte Muskelkraft und Koordination bei Rückenproblemen, sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung einer emotionsbezogenen Bewältigung durch das Erleben von Freude und das Erzielen aktueller Stimmungsverbesserungen.
9) Vermittlung von selbständig durchführbaren Übungsformen.
10) Vermittlung von Selbststeuerungskompetenzen.
11) Vermittlung von Hintergrundwissen über Übungs- und Trainingsformen zur Verbesserung der Muskelkraft und Ausdauerleistungsfähigkeit.
12) Schulung der Körperwahrnehmung.
13) Problemlöseaufgaben zu rückenfreundlichen Bewegungstechniken.
14) Spielerische Gestaltung von Bewegungssituationen.
15) Dynamische Stabilisation: Erproben der muskulären Stabilisation in Belastungssituationen.
16) Vermittlung von positiven Bewegungserfahrungen z.B. durch "kleine Spielformen".
17) Durchführung und Erprobung von „lebensbegleitenden“ Sportarten (z.B. Walking, Nordic-Walking, Aquafitness, etc.).
Zielbereiche:
Zielbereich I.: Einstellung und Verhalten
Zielbereich II.: Hinführung zu körperlicher/sportlicher Aktivität
Zielbereich III.: Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness
Ziele:
1. Förderung physischer Gesundheitsressourcen:
a) Verbesserung von Kraft und Kraftausdauer der Rücken- bzw. Rumpfmuskulatur zur Vermeidung von bewegungsmangelbedingten Dekonditionierungszuständen.
b) Verbesserung der Koordination der Rücken- bzw. Rumpfmuskulatur zur Stabilisation des Rückens.
c) Verbesserung der allgemeinen körperlichen Fitness (Ausdauer, Beweglichkeit) im Sinne einer Förderung der physischen Gesundheitsressourcen.
2. Förderung psychosozialer
Gesundheitsressourcen:
a) Verbesserung des Wohlbefindens.
b) Verbesserung von Kompetenzerwartungen. (Selbstwirksamkeitserwartungen) im Hinblick auf gesundheitssportliche Aktivitäten.
c) Positivierung des Selbst- und Körperkonzepts (positiv-emotionale Beziehung zum eigenen Körper).
d) Förderung und Erfahrung sozialer Ressourcen.
e) Verbesserung des aktuellen und habituellen Wohlbefindens.
f) Reduktion von psychischen Belastungen (Disstress, Angst).
3. Verminderung von Risikofaktoren.
4. Bewältigung von Beschwerden und
Missbefinden.
5. Bindung an körperliche Aktivität.
6. Verbesserung der Bewegungsverhältnisse.
Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-Skelettsystems