Das „Präventive Rückentraining (Kraft)“ ist ein ganzheitliches Rückentraining, bestehend aus praktischen Einheiten mit dem Ziel des Rückentrainings sowie der Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen. Die Kurseinheiten bestehen aus funktionellen Übungen mit dem eigenen Körper sowie Training an Großgeräten (das Training an Großgeräten findet max.50% pro Kurseinheit statt).
12 x 60
Min.
144,00 €
12,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Ja
Um ein ganzheitliches Training anzubieten werden verschiedene funktionelle Übungen auf der
Matte sowie Krafttraining an Geräten (max. 30 % des gesamten Kursumfangs) mit der Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention kombiniert. Der Teilnehmer erlernt innerhalb der präventiven Maßnahme eine optimale Ausführung von Alltags- und Freizeitbewegungen und entwickelt eine neuromuskuläre Balance. Ein weiteres Ziel des Trainings ist die unbewusste Verarbeitung propriozeptiver Signale durch eine zunächst bewusste Ausführung der Bewegungsaufgaben (Leonard 1998).
Um die Nachhaltigkeit der präventiven Maßnahme zu sichern, steht das Erlernen von
funktionellen Übungen (ohne Gerät), welche die Teilnehmer im Anschluss an den Kurs
zu Hause eigenständig durchführen können, im Mittelpunkt. Dem Kursteilnehmer
wird während der Maßnahme ein Handout mit Übungsbeispielen ausgehändigt. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit eines weiterführenden Trainings als Selbstzahler.
Mit unterschiedlichen funktionellen Übungen werden verschiedene
Muskelgruppen gestärkt und das Bewegungsverhalten des Teilnehmers verbessert.
In der präventiven Maßnahme steht eine Ökonomisierung der
Muskelaktivitäten durch die Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination durch verschiedene Übungen im Vordergrund. Durch diese Ökonomisierung ist der Teilnehmer in der Lage, die vorhandene Kraft im Alltag effektiv einzusetzen.
Es handelt sich um eine verhaltensorientierte Gruppenberatung, in welcher durch
praktisches Training ein neues Bewegungsverhalten kennengelernt und geübt wird.
Der Kurs findet in Kleingruppen von maximal 15 Teilnehmern statt.
Es wird auf die spezifische Situation der Zielgruppe besonders unter dem
Gesichtspunkt der Barriere, regelmäßig gesundheitssportlich aktiv zu sein und diese
Aktivität beizubehalten, eingegangen. Folgewirkungen des Risikofaktors
Bewegungsmangel werden aufgezeigt. Wichtig ist hierbei die Verbindung praktischer
Erfahrungen mit der Kenntnisvermittlung.
Während des Trainings erfolgt eine systematische Anleitung mit ständiger Kontrolle
der Haltung und des Bewegungsablaufes der Teilnehmer. Den Trainierenden werden
Möglichkeiten aufgezeigt, die erlernten anatomischen und physiologischen Kenntnisse und die erlernten koordinativen Bewegungsfähigkeiten auf den Alltag zu übertragen.
Dabei wird sowohl auf die Bewältigung gesundheitlicher Probleme, als auch auf die
Bewältigung emotionszentrierter Probleme eingegangen. Strategien zur Bindung an
körperliche Aktivitäten werden vermittelt. Um eine langfristige Verhaltensänderung zu
unterstützen, findet zu Beginn und Ende jeder Stunde ein Gruppengespräch mit allen Teilnehmern
statt. In diesen Gruppengesprächen werden Erfahrungen und Erkenntnisse
ausgetauscht.
Eine Vernetzung mit anderen Anbietern findet statt, um den Einstieg für den
Kursteilnehmer zu erleichtern und ihn dabei zu unterstützen ein Folgeangebot
wahrzunehmen. Kooperationspartner können z.B. Ärzte oder Sportvereine sein.
1. Stärkung physischer Gesundheitsressourcen:
a) Vermittlung von alltagsbezogenen Übungen und Schulung von
gesunden Haltungsgewohnheiten, Muskeldehnungen und
Entspannungsübungen
b) Verbesserung der körperlichen Beanspruchungsformen wie Kraft,
Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit
2. Aufbau einer Bindung an gesundheitssportliche Aktivität (Vermittlung von
Verhaltens- und Verhältnisprävention)
a) Stärkung der Eigeninitiative
b) Verbesserung der Motivation
3. Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (insbesondere Handlungsund
Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung,
Körperkonzept, Soziale Kompetenz und Einbindung)
4. Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere der
des Muskel-Skelettsystems)
5. Bewältigung von psycho-somatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen
6. Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u. a. durch den Aufbau
kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen
Aktivität und bei deren Weiterführung).
Die Zielgruppe des Kurses wird zur Abgrenzung auf erwachsene Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-/Skelettsystems, jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankung eingegrenzt.