Für den Erhalt der Gesundheit sowie für die Vermeidung von Krankheiten darf die Bedeutung der Ernährung nicht vernachlässigt werden. Bei über zwei Dritteln aller Todesfälle kann die Ernährung als alleinige oder beteiligte Ursache für die entsprechende Erkrankung genannt werden . Basierend auf §20a SGB V, soll die Förderung einer gesundheitsgerechten Ernährungsweise im Rahmen der primären Prävention von den Krankenkassen gefördert werden.
Individuelle Beratung klärt über Vorteile einer ausgewogenen Ernährungsweise mit geringer Energie- und hoher Nährstoffdichte auf und kann somit sowohl Erkrankungen verhüten als auch das Körpergewicht stabilisieren und reduzieren.
Eine Anleitung zur Ernährungskorrektur kann sich somit positiv auf die Herz-Kreislauffunktionen, auf alle metabolisch-endokriniologischen Parameter, den psychosozialen Bereich sowie auf die Mortalität auswirken.
6 x 45
Min.
285,00 €
47,50 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
1. Termin Einführungsgespräch (60 Minuten)
- Anamnese
- Ursachen und Folgen einer Fehlernährung, insbesondere soll hier das Übergewicht betrachtet werden.
- Persönliche Einschätzung des Übergewichtes
- Berechnung des Energiebedarfs in Ruhe und bei körperlicher Aktivität
- Aufgabe für den Teilnehmer: Erstellung eines Ernährungsprotokolls über 7 Tage
2. Einheit (45 Minuten): Grundsätzliche Überlegungen
- Vor- und Nachteile von Radikalkuren und Gefahren einer einseitigen Ernährung
- Schulung Nährstoffbedarf nach den Regeln der DGE, welche Mikro- und Makronährstoffe beinhalten
- Erstellung von persönlichen Regeln für eine gesunde und dauerhafte Ernährung, beinhaltet die Portionsgrößen und deren Anzahl ebenfalls nach den Richtlinien der DGE
- Auswertung des Ernährungsprotokolls
3. Einheit (45 Minuten): Mythos und Wirklichkeit, worauf muss ich achten?
- Schulung von Lebensmitteln und Getränken nach den Richtlinien der DGE
- Schulung des Einkaufsverhaltens
- kleiner Exkurs in die Kauf- und Verkaufspsychologie
- Einübung eines verbesserten Koch-und Einkaufsverhaltens
- JO-JO-Effekt und wie er entsteht
4. Einheit (45 Minuten): Essverhalten und Bewegung
- Umstellung und Schulung der Ernährungsgewohnheiten
- Erarbeitung von realistischen Zielen in Bezug auf Ernährung und Bewegung
- positive Aspekte der Bewegung und ihre Bedeutung, Angebote aufzeigen
5. Einheit (45 Minuten):Schulung der Selbstkontrolle und unterstützende Maßnahmen
- Training situationsabhängigen Essverhaltens
o in beruflichen Situationen (Kantine, Betriebsfeiern)
o im privaten Bereich (tägliche Situation, Feiern, Einladungen)
6. Einheit (60 Minuten, teilweise in der Lehrküche als praktische Schulungseinheit): Veränderung des Ernährungs- und Kochverhaltens
- Zubereitung gesunder Lebensmittel werden geübt
- Tipps und Tricks, unterstützende Maßnahmen, Hinweise zum Einkaufsverhalten
- Übungen zum verändertem Essverhalten und der Verhaltenskontrolle
- Evt. auch mit einem weiteren Familienmitglied anbieten.
Die Vermittlung des neuen Ess- und Bewegungsverhaltens erfolgt in einer verhaltensorientierten Einzelberatung mit starkem Praxisbezug. Es besteht zudem die Möglichkeit, die hauseigene Küche zum praktischen Einüben des neuen Essverhaltens zu nutzen.
Das soziale Umfeld wird hierbei genauso berücksichtigt wie der individuelle Alltag und die spezifischen körperlichen Voraussetzungen.
Das Ziel der Beratung ist die Stärkung der Motivation und der Handlungskompetenz. Es soll eine Gewichtsreduktion- und stabilisierung sowie ein gesundheitsförderliches Bewegungsverhalten erreicht werden. Die persönlichen Ziele und Interessen des Patienten sollen dabei im Vordergrund stehen. Indem ein Konsens mit dem Patienten gefunden wird, kann die Motivation langfristig gesteigert werden. Nach Abschluss der Einheiten erhält der Teilnehmer ein Handout für nachhaltiges Umsetzen des Erlernten.
Die Beratung arbeitet somit auf eine Verhaltensänderung der Essgewohnheiten hin, die individuell in den Lebensalltag eingebaut werden können.
Die Beratung richtet sich an Personen mit einem BMI >= 25 bis < 30 (BMI >= 30 bis < 35 nur nach ärztlicher Rücksprache) ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen des Stoffwechsels oder psychische (Ess-) Störungen.
Die Personenauswahl wie auch das Kurskonzept ist nicht geschlechtsspezifisch und auf keine bestimmte Altersgruppe ausgerichtet.