Der geschlossene Kurs besteht aus 10 sechzigminütigen Trainingseinheiten.
Im Unterschied zu anderen Bewegungs- und Gymnastikformen sollen im Pilates-Unterricht auf der Matte, dem Boden, Übungen im natürlichen Bewegungsfluss "eingeschliffen" werden.
Das bedeutet, dass eine bestimmte Übungsabfolge von Stunde zu Stunde aufgebaut wird und es dem Teilnehmer so leichter fällt (Muskeln erinnern sich!), Übungen zuhause zu erinnern und zu wiederholen. Pilates selbst forderte für Anfänger max. 6 Übungen, diese 3x wöchentlich, über 3 Monate einzuüben. Erst danach wurde eine weitere, neue, hinzugefügt. Das können wir in 10 Std. kaum umsetzen, also versuchen wir Basisübungen, die von allen zu bewältigen sind, einzustudieren.
10 x 60
Min.
162,00 €
16,20 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Die sogenannten „klassischen“ Pilates Übungen erlauben nur geringe Anpassung, Modifikationen. Dies ist in einem gesundheitsorientierten Gruppenunterricht nicht sinnvoll. Daher verwende ich Übungen aus dem "modernen" Pilates Repertoire, die es erlauben, grundlegende motorische Fähigkeiten, später Fertigkeiten, systematisch (wieder)zu erlernen, unabhängig des oft sehr großen Leistungsunterschieds der Teilnehmer.
Der Inhalt richtet sich nach den 6 Kernzielen des Gesundheitssports:
Kernziel 1:
Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
Pilates ist ein „Whole Body Movement“ Konzept:
In jeder Stunden werden Beweglichkeit, Kraft, Koordination und auch Entspannungsfähigkeit geübt.
Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die korrekte Ausrichtung der beiden „Kontrollzentren“:
• Schultergürtel
• Beckengürtel
Mit dem Ziel, eine starke Mitte („Powerhouse“, auch „Core“ oder „Zylinder“) aufzubauen,
da wir jede Bewegung aus einer starken Mitte/ aus dem Zentrum heraus beginnen.
Kernziel 2:
Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
Die hier gewählten Pilates-Übungen vermitteln - verbunden mit entsprechend theoretischer Wissensvermittlung -, Handlungs- und Effektwissen, und sichern den Transfer in den schmerzfreien Bewegungsalltag.
Diese neu erlangte Körperkompetenz, das schmerzfreie Bewegen, ermöglicht ein natürliches, ursprüngliches Bewegen und steht für ein positives Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit und u.U. verändertes Körperkonzept. Die Grundlage für soziale Kompetenz und Einbindung.
Kernziel 3:
Verminderung von Risikofaktoren
Durch korrekt angeleitetes und konsequentes, auch zuhause angewandtes Üben, kann der Kursteilnehmer eine grundlegende Verbesserung falscher Bewegungsgewohnheiten bewirken und Verletzungen, bzw. Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems vorbeugen. Die Ökonomie der Bewegung durch Kraftaufbau und verbesserte Beweglichkeit entlastet das Herz-Kreislaufsystem.
Kernziel 4:
Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen
Sich eine Stunde ganz auf den Körper und die korrekte Ausführung einer Bewegung unter Einsatz der bewussten Atmung zu konzentrieren, machen Pilates zu einem „Body Mind“ Training. Nach dem Training sind Teilnehmer ausgeglichener und entspannter.
Kernziel 5:
Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
Durch dieses positive Bewegungserlebnis, das bessere Körpergefühl, sind Teilnehmer bereit, sich zuhause Zeit für „Hausaufgaben“ zu nehmen.
Damit wird Pilates zur Lifetime Sportart.
Durch den Hinweis bzw. den Einsatz von Kleingeräten (Bälle, Roller, Thera-Bänder), wird das Training nicht langweilig und ist auch die Grundlage für jeden Hobbysportler, der aufgrund seines Sport einen Ausgleich braucht, um Fehlbelastungen zu vermeiden.
Kernziel 6:
Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
Weiterführende Kurse, z.Bsp. mit dem Einsatz der Pilates-typischen Kleingeräten(Ball, Roller, Petzi-Ball, Thera-Band, Pilates-Circle) sollen Interesse wecken, das Erlernte weiter zu vertiefen.
Grundsätzlich gelten folgende Trainingssprinzipien:
(Entsprechend der Pilates Method Alliance: Pilates Study Guide 2005)
• Whole Body Movement: Ganzkörperübungen
• Breathing: Bewusste Atmung
• Balanced Muscle Development: Ausgewogene Entwicklung von Kraft und Beweglichkeit für biomechanisch sinnvolle Belastung der Gelenke
• Concentration: Konstante mentale Konzentration
• Control: Kontrollierte Bewegungen für ökonomischen Krafteinsatz
• Centering: Jede Bewegung aus dem aktivierten Körperzentrums heraus beginnen
• Precision: Präzise Bewegungen so korrekt wie möglich ausführen
• Rhythm: Ein natürlicher Bewegungsfluss soll durch bewussten Einsatz der Atmung und durch die Verbindung der einzelnen Übungen durch „Transitions“ (Übergänge) entstehen
Entsprechend formulierte Polestar® Pilates als Grundlage für den Unterricht folgende Bewegungsprinzipien:
1. Fließende, bewusste Atmung
2. Kontrolle des Zentrums & Axialverlängerung
3. Artikulation der Wirbelsäule
4. Organisation von Kopf, Hals, Schultern
5. Ausrichtung und Belastung der Extremitäten
6. Integration von Bewegung
Bzw.: Grundlegende Bewegungskategorien:
*Integration des Körperzentrums in der RL
*Stabilisation in der SL
*Aufrechte Körperhaltung im Sitz
*Rumpftraining/Kontrolle in der BL
*Stützkraft der oberen Extremität
*Ganzkörperintegration bei komplexen Koordinationen
*Dynamische Stabilität
*Ausrichtung der Beinachse im Stand
Die Maßnahme findet grundsätzlich in Gruppen mit max. 15 Personen statt.
Kurseinheit 1-4:
„Körperwahrnehmung und Körpererfahrung mit Pilates“
Methodisches Vorgehen:
Allgemeine, vorbereitende Übungen.
Bewegungsgrundformen und Basisfähigkeiten aneignen:
• Bewegungs- und Haltungsschulung
• Erläutern / Erklären der wesentlichen anatomischen Kenntnissen
Kurseinheit 5-10:
„Pilates Flow“
Methodisches Vorgehen:
Technik und Fertigkeiten der Pilates Technik aneignen:
• Wesentliche Bewegungs- und Haltungsmerkmale herausarbeiten
• Übergänge bewältigen und automatisieren
Didaktisch wird eine Kursstunde strukturiert und aufgebaut nach den oben genannten Pilates Bewegungsprinzipien und Bewegungskategorien.
Im Präventionsbereich gilt es:
• Durch präzise und knappe Formulierungen (verbale Anleitung) den Bewegungsfluss nicht zu unterbrechen
• durch gut geplanten Stundenaufbau eine umfangreiche Bewegungserfahrung zu ermöglichen
• hilfreiche, verbale und manuelle Korrektur sparsam und gezielt einzusetzen.
Hinweis Organisationsform:
(Siehe: Geweniger/Bohlander: Das Pilates Lehrbuch, 2.Aufl.,Kap.11 S.300ff)
Es gibt vier Möglichkeiten, eine Pilates-Übung korrekt und nachhaltig zu unterrichten:
- Demonstration
- Verbale Anleitung
- Taktile Unterstützung (Manuelle Korrekturen)
- Bildsprache (Metaphorik)
Je nach Übung, je nach Kunde, gilt es entsprechend auszuwählen!
Die geplante Maßnahme „Pilates – Basisübungen“ basiert auf den sechs Kernzielen des Gesundheitssports:
Kernziel 1:
Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
(insbesondere die Faktoren gesundheitsbezogene Fitness, Ausdauer (neu: ab Kurs 6) Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Entspannungsfähigkeit)
Kernziel 2:
Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
(insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, soziale Kompetenz und Einbindung)
Kernziel 3:
Verminderung von Risikofaktoren
(insbesondere solche des Herz-Kreislauf-Systems sowie des Muskel-Skelett-Systems)
Kernziel 4:
Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden¬ und¬ Missbefindenszuständen
Kernziel 5:
Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
Kernziel 6:
Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
(u. a. durch den Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung)
Bezogen auf die Zielgruppe ist der Aufbau von Bindung an regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität (Kernziel 5) von zentraler Bedeutung. Pilates ist als Lifetime Sportart hervorragend geeignet!
(GKV, Leitfaden Prävention 2017, S.60/61)
Beschreibung der Zielgruppe:
Der Kurs richtet sich an Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-Skelett-Systems ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen!
• An Männer, wie Frauen, mit Bewegungsmangel bzw. einseitiger Haltung im Beruf & Alltag