In diesem Kurs wird das verhaltens- und gesundheitsorientierte Vermittlungsprinzip WABASKA als systematische Reihenfolge innerhalb der acht Kurseinheiten genutzt um insbesondere Hinweise zu der praktischen Umsetzung zur Vorbeugung von Inkontinenz anzubieten. Eine wichtige Unterstützung ist dabei die Visualisierung der teilweise komplexen Zusammenhänge dieses Muskelbereiches. Die Visualisierung hilft das Gelernte besser zu verinnerlichen und im Alltag zu integrieren. Die Funktion des Beckenbodens verstehen und begründete Übungsansätze durch das Vermittlungsprinzip WABASKA zu lernen soll Ziel des Kurses sein, um Schritt für Schritt die einzelnen Ansätze: Wahrnehmung, Atmung, Beweglichkeit, Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und die Umsetzung in den Alltag kennen zu lernen. Über all diese Inhalte wird Ihr Beckenbodenmuskel gestärkt und sie erlernen ihn gezielt zu kräftigen.
8 x 60
Min.
100,00 €
12,50 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
1. Allgemeine Grundlagen der Beckenbodengymnastik
1.1. Einführung, Durchführungsrichtlinien, Erwartungshaltung
1.2. Begründung der Beckenbodengymnastik
1.3. Bedeutung gesundheitssportlicher Aktivität für den Verschlussapparates der Ausscheidungsorgane
1.4. Prinzip Spass an Bewegung
1.5. Ziele der Beckenbodengymnastik
2. Anatomische und theoretische Grundlagen
2.1. Funktionelle Anatomie des gesamten Unterleibs & einzelner Organe incl. der
Atemfunktion
2.2. Entwicklungsgeschichte vom Vierbeiner zum Zweibeiner
– Adaptation der WS zum aufrechten Stand
3. Medizinische Grundlagen
3.1. Pathophysiologie des Beckenbodens und des Beckens
3.2. Inkontinenzformen (Urge-, Belastungs-, Überlauf- und Mischinkontinenz)
4. Haltungs- + Spannungs- und Bewegungsanalyse – Untersuchung – Interpretation
4.1. Spannungsgefühl im Sitzen – Liegen - Stehen – Gehen
4.2. Haltungstypen im Stehen und Sitzen
4.3. Analyse physiologischer Bewegungsabläufe ( Aufstehen, Bücken, Heben usw. )
4.4. Die vier Funktionskreise Sitzen – Liegen - Stehen – Gehen
4.5. Bewegungssektor nach Brügger
5. Trainingslehre
5.1. Geschichte
5.2. Allgemeine Gesetzmäßigkeiten
5.3. Beispiele für Beckenbodentraining
5.4. Sportarten und Bewegung bei Inkontinenz- oder Senkungsproblemen
6. Funktionelle Gymnastik
6.1. Beweglichkeitsprogramme
6.2. Stretching- bzw. Eigendehnungsprogramme
6.3. Kraftausdauerprogramme
6.4. Einsatz des Pezziball im Rahmen der Beckenbodengymnastik
6.5. Ausdauerprogramme ( z.B.: Nordic Walking, Aerobic )
7. Körperwahrnehmung in der Beckenbodengymnastik
7.1. Bedeutung und Einsatz in der Beckenbodengymnastik
7.2. Progressive Muskelrelaxation und Feldenkreis im Rahmen der Beckenbodengymnastik
8. Entspannung
8.1. Bedeutung in der Beckenbodengymnastik
8.2. Verschiedene Entspannungsverfahren wie Autogenes Training
9. Rückenschule zum Einsatz Beckenbodenentlastender Körperanstrengung am Arbeitsplatz
9.1. Betriebsrecht und Arbeitschutzbestimmungen
9.2. Hebe und Trageverordnungen
9.3. Arbeitsplatzanalyse
9.4. Gestaltung und Richtlinien an einen Büroarbeitsplatz ( Bsp.: Checkliste für Bürostuhl )
9.5. Integration des Beckenbodenentlastendem Verhalten am Arbeitsplatz
10. Psychosoziale Aspekte
10.1. Warum Psychologie im Rahmen der Beckenbodenschule
10.2. Selbststeuerung zum Erhalt der Beckenbodengesundheit
10.3. Stressbewältigung bei chronischen Beckenschmerzen – Schmerzmodelle
10.4. Erkennen und Umgang mit individuellen Stressoren
• Offene Aufgabenstellungen
• Einsatz von Blitzlichtern zur Wissensvermittlung
• Partnerarbeit
• Musikeinsatz für Motivationssteigerung + Wohlbefinden
• Didaktisch-strukturierter Aufbau des Kursprogrammes
• Die Moderationsmethode
• Problemerarbeitung in Kleingruppen
• Premack – Prinzip
• Imitationslernmethode
• Spielerische Übungsformen
• Einsatz von Protokollen ( z.B.: Miktionsprotokolle, Sitzprotokolle )
• Sinnvolle Verzahnung von Verhältnis- und Verhaltensprävention
• Einsatz von Materialien und Kleingeräten
• Adäquater Einsatz von Alltagsgeräten
Gesundheitswirkungen (des Kursteilnehmers) durch
• Stärkung der physikalischen Gesundheitsressourcen
o KörperWahrnehmungs- und Entspannungsfähigkeit
o Atmung
o Beweglich-/ Dehnfähigkeit
o Ausdauer
o Schnellkraft / Reaktionsfähigkeit
o Kraft (Konditionell und Koordinativ) sowie
• Verbesserung der Bewältigung
des Alltags
• Gezielte Meidung und Minderung von Risikofaktoren bzw. – verhalten
• Stärkung psychosozialer Ressourcen wie Grundbestimmtheit, Handlungs- und Effektwissen, soziale Unterstützung
• Stabilisierung und Verbesserung des allgemeinen gesundheitlichen Wohlbefindens
Verhaltenswirkungen (des Kursteilnehmers) durch
• Aufbau der Fähigkeit der gesundheitlichen Eigenkontrolle
• Förderung von Unterleibsentlastendem- und gelenkfreundlichem Bewegungsverhalten im Alltag
• Verbesserung des Selbstvertrauens und der Selbstmotivation durch Reduzierung der Teilnahmebarrieren
• Aufbau von Bindung an geeignete Trinkgewohnheiten und dem innerem Verlangen an regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität
Verhältniswirkungen (der auf den Kursteilnehmer einwirkenden Umstände) durch
• Systematische Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
• Qualitativ hochwertige Angebote
• Qualifizierte Kursleiter aus der WABASKA - Beckenbodentrainerausbildung
• Adäquate Räumlichkeiten
Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-Skelettsystems, im Bereich des Herz-Kreislaufsystems und des metabolischen Bereichs, im psychosomatischen Bereich und im Bereich der motorischen Kontrolle, jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen des Bewegungsapparats.
Personen zwischen 18 und 75 Jahren ohne Geschlechtsbezug,
vor allem mit
• Besonderer Belastung des Harn - & Verdauungsapparates
• Überbeweglichkeit / Bindegewebsschwäche im Lumbosakralem Übergang
• Besonderer Belastung des Haltungs- & Bewegungsapparates
• Medikamention die sich auf den Harn-, Verschluss- oder Stützapparat auswirken können (im Sinne eines verstärkten Harndranges, den die Teilnehmer so lange wie möglich im Leben unter Kontrolle halten können sollen)
• Schwach ausgeprägter Muskulatur & Haltungsschwächen
• Haltungsfehlern
• Neigung zu Spannungsbedingten Muskel- & Becken-Rücken-Hüftproblemen