Resiliente Kinder durch Stressbewältigungskompetenz
In dem Präventionskurs „Resiliente Kinder durch Stressbewältigungskompetenz“ geht es darum, die Resilienz (= seelische Widerstandskraft) von Kindern im Grundschulalter (8‐12 Jahre) systematisch zu fördern. Diese psychische Widerstandsfähigkeit ist nicht angeboren, sondern ein dynamischer Entwicklungsprozess, der von Erfahrungen und Erlebnissen abhängig ist. Am Leichtesten werden resiliente Fähigkeiten in der Kindheit und Jugend erlernt und Stressverstärker in Gedankenmustern manifestiert.
Im Rahmen des Präventionskurses werden kindgerechte Maßnahmen zur Förderung der Resilienzfaktoren vorgestellt. Mithilfe vieler praktischer Übungen sowie theoretischen Inhalten zur multimodalen Stressbewältigung werden sie auf individueller Ebene nachhaltig gefördert. Um den Transfer in den Alltag zu realisieren, werden die Eltern durch zwei separate Elternabende eingebunden.
10 x 60
Min.
155,00 €
15,50 €
pro Einheit
8 bis 12
Jahre
Auf Anfrage
nähere Ausführungen siehe Stundenbilder
Überblick Elternabend:
• Hintergründe zum Training
• Einflussmöglichkeiten von Eltern
• Vorstellung des Trainings
• Offene Fragen
• Möglichkeit zur Anmeldung
• Darstellung des Spielverlaufs im Kurs
• Motivation zum Alltagstransfer schaffen
Überblick Kinderkurs:
• Resilienz als Stressbewältigungskompetenz im Rahmen des multimodalen Stressmanagements
• Resilienzfaktoren
• Übung zum palliativ-regenerativen Stressmanagement
• Übungen zum kognitiven Stressmanagement
• Übungen zum instrumentellen Stressmanagement
• Spiele
• Hausaufgabe
• Transfer in den Alltag
Gemeinsam mit der Gruppe werden Verhaltensregeln für das Training aufgestellt. Diese Regeln werden gleich beim Kennenlernen mit der Gruppe gemeinsam und verbindlich für alle Teilnehmer entwickelt. Dabei sollte auf eine altersangemessene Formulierung geachtet werden und auch Konsequenzen bei der Missachtung klar definiert werden. Damit wird das soziale Miteinander unterstützt und den Kindern eine Orientierung für ihr Verhalten geboten.
Von Beginn an sollten wiederkehrende Rituale in das Training integriert werden. Rituale geben Kindern Sicherheit und ermöglichen ihnen, sich innerlich und äußerlich für das Kommende vorzubereiten und einzustellen. Zu Beginn einer jeder Kursstunde wird eine Ankommensrunde durchgeführt. Hierbei sitzen alle Teilnehmer in einem Kreis und erzählen kurz, wie es ihnen geht, wie sie die Aufgabe zuhause gelöst haben usw.
Die Übungen werden immer mit einer Reflexion abgeschlossen. Dies ermöglicht den Kindern, die Lerninhalte sowie ihren eigenen Lernprozess nachzuvollziehen. Die Kinder reflektieren, was sie erlebt haben und was für sie neu war. Die Reflexionsrunde sollte mit bestimmten Fragen des Kurs-leiters angeregt werden. Dabei sollten Bewertungen unbedingt vermieden werden. Es geht darum, dass die Kinder ihre Gedanken und Gefühle formulieren. Die Empfindungen von Kindern können sehr unterschiedlich sein (z.B. bei Entspannungsübungen). Es ist daher wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es kein richtig und falsch gibt. Es geht ausschließlich darum, was gut tut und sich richtig anfühlt.
Nach jeder Trainingseinheit wird eine kurze Auswertungsrunde am Ende gestaltet, um herauszufinden, was den Kindern gefallen hat und was nicht. Die Stunde wird zusammengefasst und ein Ausblick auf die kommende Einheit gegeben.
Das Training der Resilienz bei Kindern im Rahmen des multimodalen Stressmanagements hat zum Ziel, die Widerstandsfähigkeit von Kindern zu stärken sowie ihr Repertoire an Schutzfaktoren auszubauen, um psychische Belastungen erfolgreich bewältigen zu können. Individuelle Ressourcen sollen dabei genutzt und gestärkt werden.
Eine ganzheitliche Förderung steht im Fokus und beinhaltet den Ausbau der sozialen, kognitiven/ behavioralen und physischen Stressbewältigungsfähigkeiten, die in instrumentellen als auch palliativen Strategien vermittelt werden.
Die Maßnahmen fördern und erhalten gesundheitsfördernde Maßnahmen im Umgang mit Stress und Stressbelastungen, um den Kindern möglichst viel Handwerk für die Zukunft mitzugeben. Der Aufbau eines guten Stressbewältigungsfähigkeit wird maßgebend in der Kindheit geprägt und es ist deutlich leichter Resilienz zu etablieren, wenn sich ineffektive Stressbewältigungsmechanismen noch nicht manifestiert haben. Das Training der Resilienz im Rahmen des multimodalen Stressmanagements zielt demnach auf eine effektive Stressbewältigung in aktuellen sowie zukünftigen Lebenssituationen ab.
Die Zielgruppe sind versicherte Kinder im Alter von 8-12 Jahren mit nicht behandlungsbedürftigen Stressbelastungen, die zur Förderung von personalen und sozialen gesundheitlichen Ressourcen Methoden zur Aufrechterhaltung und Steigerung des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens erlernen wollen.
Auswahlkriterium für die Teilnahme ist in erster Linie die Anmeldung der Kinder durch ihre Eltern.
Für den reibungslosen Ablauf ist eine gewisse Gruppenhomogenität bezüglich der kognitiven Entwicklung und der Symptomatik zu fordern. Ähnliche Lernvoraussetzungen sollen dadurch gewährleistet sein, dass die Trainings für Kinder im gleichen Alter angeboten werden.
Eine Ausdehnung des Altersbereiches ist möglich, wobei z.B. Kinder des zweiten Schuljahres unter Umständen Schwierigkeiten beim Lesen des Arbeitsmaterials haben. Für Kinder des fünften Schuljahres könnten manche Trainingselemente zu „kindlich“ sein. Derartige Probleme sollten in einem Vorgespräch mit den Eltern geklärt werden.
Die Beteiligung der Kinder an den Sitzungen und an einzelnen Übungen und Spielen ist freiwillig. Dennoch sollte den Eltern erklärt werden, dass die regelmäßige Teilnahme für ein gelingendes Training notwendig ist. Das Training wird durch zwei Elternabende vor der ersten und nach der letzten Sitzung des Kindertrainings begleitet. Die Elternveranstaltungen dauern ebenfalls jeweils 60 Minuten.