Der Beckenboden schließt den Körper mit seinen aktiven und passiven Strukturen nach unten sowie außen ab. Er ist die natürliche Kraftzentrale in der Körpermitte. Seine Funktion ist sehr vielseitig: Heben, Tragen, Öffnen, Schließen, Stabilisieren. Auftretende Probleme bei seiner Funktion können mit aktiv eingesetztem Beckenbodentraining verhindert werden. Es kommt beim Training entscheidend darauf an, ein Gefühl für die Muskeln des Beckenbodens zu entwickeln und die richtigen Muskelgruppen zu erspüren. Absicht des Kurses ist es, die Teilnehmer dazu zu befähigen, selbständig Übungen aus dem Beckenbodentraining im präventiven Bereich durchzuführen. Hierzu wird umfangreiches anatomisches, methodisches und medizinisches Hintergrundwissen vermittelt. Im Rahmen der in den Kursablauf integrierten praktischen Übungen, wird zudem die Wahrnehmung der Teilnehmer für ihren eigenen Beckenboden geschult und Übungseinheiten erarbeitet, die in den Alltag integriert werden sollen.
10 x 60
Min.
150,00 €
15,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Auf Anfrage
Inhalte (nähere Ausführungen siehe Trainermanual)
•Erlernen der anatomischen Grundlagen des Beckenbodens
•Ansteuerung des Beckenbodens durch Wahrnehmungsübungen
•Stärkung des Muskelsystems des Unterleibs durch Übungen mit und ohne Hilfsmittel
•Schulung der Atmung zur Unterstützung des Beckenbodentrainings
• Zentrale Zusammenhängen zwischen körperlichem Training und physischen sowie psychischen Vorgängen und Veränderungen
•Theoretische Wissensvermittlung zu Präventionsmaßnahmen für die Beckenbodengesundheit
• Theorie und Praxis zur nachhaltigen Übertragung von Bewegung in die Alltagsstruktur
• Hausaufgaben
Verhaltensorientiertes Gruppentraining mit Erläuterung der physischen Wirkungszusammenhänge von sportlicher Aktivität und Gesundheitsförderung vor allem in Bezug auf das Muskelsystem des Beckebodens, Anleitung von Übungen innerhalb der Trainingssitzungen und Transfer der sportlichen Betätigung in den Alltag.
•systematisches Trainingsprogramm für Gruppen auf sportwissenschaftlicher Basis
•Orientierung an den individuellen körperlichen Leistungsniveaus der Teilnehmer
•Einbeziehung des sozialen Umfeldes
•Anleitung zur Selbstförderung im Alltag
•praktische Einübung von verschiedenen Trainingsprogrammen vor allem zur Stärkung des Muskelsystems des Beckenbodens
•umfangreiche Anleitung für die anschließende Weiterführung des Trainings im Anschluss an das Zehn-Wochen-Programm (ausführliche Unterlagen mit Lernanleitungen)
•Vermittlung von Handlungswissen
o Bewegungsanweisung
o Bewegungskorrektur
o Anregungen und Herausforderungen zu Bewegung, Spiel und Sport
• Aktivität ohne Gerät/Material hin zur Geräte-Materialkombination
• Von der Körpererfahrung über die Sacherfahrung hin zur Sozialerfahrung
• Vermittlung von Effektwissen
o Lehrgespräch
o Feedbackgespräch
o Hausaufgaben
Das übergeordnete Ziel des Kurses ist die gezielte Verbesserung der individuellen gesundheitlichen Situation der Teilnehmer durch den Abbau von Bewegungsmangel, die Förderung physischer und psychosozialer Ressourcen und die Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten. Hauptsächlich zielt dieses Gesundheitssportprogramm darauf ab, durch das Beckenbodentraining die Risikofaktoren für Funktionsstörungen zu verringern. Ein weiteres wichtiges Ziel ist der Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivitäten, um den Lebensstil langfristig und nachhaltig positiv zu verändern.
Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen
Spaß und Freude an der Bewegung regt eine Bindung sportliche Aktivitäten an und führt an einen gesünderen Lebensstil heran. Das Bewegungsprogramm ist daher vielseitig, motivierend und abwechslungsreich gestaltet. Aus diesen Gründen ist es ein Programm mit vielseitigem Charakter, das versucht, durch abwechslungsreiche Bewegungen und vielseitige Belastungsformen, die TN bewusst, aber auch unbewusst, in ihren physischen Ressourcen zu stärken und Defizite abzubauen. Primär will das Gesundheitsprogramm dabei die Wahrnehmung verbessern, wobei Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht auch in den Mittelpunkt gestellt werden. Doch auch die Entspannungsfähigkeit wird spielerisch trainiert.
Verminderung von Risikofaktoren
Durch eine Aktivierung innerhalb der Kursstunden und durch die zusätzlichen Bewegungshausaufgaben ergibt sich eine Verminderung des Risikofaktors Bewegungsmangel. Das Erlernen komplexer Bewegungsformen und die bessere Körperwahrnehmung durch sensomotorische Übungen bilden langfristig eine Grundlage für das Erlernen neuer Bewegungsformen und den sicheren Umgang mit dem eigenen Körper in Sport und Alltag. Die motivierende Heranführung und das Einüben ökonomischer Bewegungsabläufe sollen darüber hinaus nachhaltig zu lebenslanger körperlicher Aktivität führen, sodass eine dauerhafte Reduktion der gesundheitlichen Risiken erfolgt. Die Vermittlung von Effektwissen und vielfältiger Handlungskompetenzen in altersgerechter Form sowie die Möglichkeit der Einbindung der Bewegungselemente und Spielformen in weiterführende, dauerhafte Sportprogramme sind zudem wichtig, um Risikofaktoren abzuschwächen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.
Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
Gerade Training zu zweit oder in der Gruppe beeinflusst die Stimmung und das Wohlbefinden sehr positiv und stärkt ihre sozialen und motivationalen Ressourcen. So spielt neben der motivierenden und verstärkenden Funktion des Übungsleiters auch die Tatsache, dass das Training in der Gruppe und mit spielerischen Elementen (Faktor Spaß) sowie Kleingeräten, die zur eigenen Mitgestaltung motivieren, absolviert wird, eine wichtige Rolle in der psychischen Stärkung. Dadurch lassen sich einerseits die Zugangsbarrieren zu Sport und Bewegung leichter überwinden, andererseits erhöhen die Gruppendynamik das damit verbundene »Wir-Gefühl«.
Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden
Eine schlechte Haltung durch eine zu schwache Rumpfmuskulatur, unökonomische sensomotorische Steuerungsprozesse sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit können sich in dieser Zielgruppe bemerkbar machen, selbst wenn sie nicht explizit als Beschwerden benannt werden. Frühzeitige Maßnahmen, Schmerzen und Missbefinden bzw. Unwohlsein entgegenzuwirken, erscheinen daher sinnvoll. Bewegungsprogramme können hierzu einen wichtigen Baustein liefern. Die Förderung problembezogener Bewältigungskompetenzen (wie beispielsweise durch praktisches Tun sowie durch die Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen in den Informationssequenzen des Programms) zielt auf eine Minderung von physisch verursachten Beschwerden ab.
Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
Soziale Bindung bedeutet die regelmäßige Teilnahme an gesundheitssportlichen Aktivitäten sowie das langfristige Dabeibleiben. Gesundheitssportliche Aktivität soll zu einem gesicherten Element eines gesunden Verhaltens bzw. Lebensstils werden. Bindung an körperlich-sportliche Aktivitäten ist dabei langfristig eine notwendige Voraussetzung für die Stärkung von physischen Ressourcen und damit auch für eine Prävention von Risikofaktoren und die Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden. Die bis dato vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer längerfristigen Bindung an regelmäßige sportliche Aktivität zeigen, dass unter anderem das Erleben positiver Emotionen, der Aufbau positiver Sinnzuschreibungen des Sports, realistische (Kompetenz-)Erwartungen, eine Konkretisierung von relevantem, altersgerechten Handlungs- und Effektwissen sowie gute soziale Kontakte und Unterstützung durch das eigene Umfeld wichtige Faktoren für das Dabeibleiben sind.
Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-Skelett-Systems, ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen.