KddR-Neue Rückenschule

Das Konzept KddR-Neue Rückenschule hat drei übergeordnete Zielsetzungen: 1) Die Vermittlung von Wissen über Hintergründe und den Umgang mit Rückenschmerz, sowie den Aufbau individueller Verhaltens- und Handlungskompetenzen in Rückenschmerzepisoden. 2) Die Hinführung zu mehr eigenständig durchgeführter körperlicher und gesundheitssportlicher Aktivität und die Anbahnung einer überdauernden Bindung an diese. 3) Die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness bzw. die Vermeidung/Reduktion einer Dekonditionierung. Der Kurs ist modular aufgebaut, d.h. in jeder Kurseinheit finden sich die Interventionsformen der Informationsvermittlung (kognitive Komponente), sowie körperliche Aktivität und körperliches Training (motorische Komponente), als auch Modulinhalte zum sozial-emotionalen Erfahren und Erlernen (psychosoziale Komponente) wie z.B. das Thema Entspannung im Handlungsfeld Rückengesundheit. Der Kurs basiert auf den neusten Sportwissenschaftlichen Grundlagen. und wird unte
10 x 90
Min.
100,00 €
10,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Eine Kurseinheit setzt sich immer aus dem Einführungsteil, der Bewegungspraxis und dem Stundenausklang zusammen. Die übergeordneten Inhalte der Kurseinheit lauten wie folgt: 1 Durchführung von Übungen zur Verbesserung Stabilität und Standfestigkeit sowie der Kraft, dehn-, Koordinations- und Entspannungsfähigkeit 2 Information über bedarfsgerechtes Bewegungsverhalten sowie zentrale Zusammenhänge zwischen körperlichem Training und psychischen Vorgängen und Veränderungen 3 Trainingsformen des Herz-Kreislauf-Systems werden berücksichtigt. 4 Entspannungsübungen (Autogenes Training, Phantasiereise, Mobilisation, usw.)
1) Übungen zur Verbesserung der Bewegungsfunktion der Rücken- und Rumpfmuskulatur in Bezug zur Funktion der Wirbelsäule in Synergie mit der Extremitätenmuskulatur, um die WS in ihren Bewegungsanforderungen zu sichern. 2) Übungen zur Verbesserung der Haltungsfunktion der Rücken- und Rumpfmuskulatur, um die Wirbelsäule in Fort-Bewegung aufrecht und stabil zu halten. 3) Stabilisierungsübungen, Propriozeptive Übungsformen, Stabilisierungsübungen, Funktionelle Gymnastik, Übungen mit Kleingeräten. 4) Vermittlung von Hintergrundwissen über Entstehung und Bedeutung von Rückenschmerzen mit dem Ziel der Beeinflussung von schmerz- bzw. krankheitsbezogenen subjektiven Theorien und des korrespondierenden Verhaltens (Furcht- Vermeidungsverhalten, passive Coping-Strategien, Schmerzwahrnehmung, Kathastrophisieren). 5) Vermittlung von Hintergrundwissen und Selbsthilfemöglichkeiten zum Aufbau von aktiven Coping-Strategien. 6) Vermittlung von Bewegungstechniken und Selbststeuerungskompetenzen (Handlungswissen) für die Durchführung eigenständiger gesundheitssportlicher Aktivitäten. 7) Vermittlung von Wissen über Hintergründe und Effekte von körperlicher Aktivität zum Aufbau von Bindung. 8) Erarbeitung von Möglichkeiten einer problembezogenen Bewältigung, z.B. durch eine verbesserte Muskelkraft und Koordination bei Rückenproblemen, sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung einer emotionsbezogenen Bewältigung durch das Erleben von Freude und das Erzielen aktueller Stimmungsverbesserungen. 9) Vermittlung von selbständig durchführbaren Übungsformen. 10) Vermittlung von Selbststeuerungskompetenzen. 11) Vermittlung von Hintergrundwissen über Übungs- und Trainingsformen zur Verbesserung der Muskelkraft und Ausdauerleistungsfähigkeit. 12) Schulung der Körperwahrnehmung. 13) Problemlöseaufgaben zu rückenfreundlichen Bewegungstechniken. 14) Spielerische Gestaltung von Bewegungssituationen. 15) Dynamische Stabilisation: Erproben der muskulären Stabilisation in Belastungssituationen. 16) Vermittlung von positiven Bewegungserfahrungen z.B. durch "kleine Spielformen". 17) Durchführung und Erprobung von „lebensbegleitenden“ Sportarten (z.B. Walking, Nordic-Walking, Aquafitness, etc.). im Alltag Stundenaufbau Aufwärm-, Hauptteil und Ausklang Die Wissensvermittlung erfolgt mittels Lehrgespräch oder Vortrag. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wird der Kursteilnehmer korrigiert. Die Bewegungsausführung erfolgt u.a. durch die Methode des Vor- und Nachmachen.
Ziele der Maßnahme zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden Handlungskompetenz und Eigenverantwortung: sind sieben Kernziele anzusteuern 1 Stärkung physischer Gesundheitsressourcen (insbesondere die Faktoren gesundheitsbezogene Fitness, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Entspannungsfähigkeit) 2 Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, soziale Kompetenz und Einbindung) 3. Sensibilisierung für haltungs- und bewegungsförderliche Verhältnisse 4. Verminderung von Risikofaktoren für Rückenschmerzen¬ 5. Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen 6. Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität 7. Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u. a. durch den Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung)
Gesunde Versicherte mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und -Wiedereinsteiger, mit speziellen Risiken im Muskel-Skelettsystem (z.B. Überwiegend sitzende, stehende oder kniende [Gärtner] Tätigkeit) jeweils ohne Behandlungsbedürftige Erkrankungen.