Rückenfitkurs (Kraft) nach Konzept Ulrich Kuhnt - (Format 10x60)
Das erwartet Sie in unserem Rückenfitkurs für Anfänger:
• vielfältige Kräftigungs- und Dehnübungen für alle wichtigen Muskeln, insbesondere für Bauch-, Rücken-, Bein- und Schultermuskeln,
• spezielles Training für die wirbelsäulenstabilisierende Tiefenmuskulatur,
• abwechslungsreiche Koordinations- und Gleichgewichtsübungen,
• einfache Schulter-, Nacken- und Rückenübungen für den Alltag,
• Einführung in das Faszientraining,
• umfangreiche Übungsprogramme mit Kleingeräten (Turnstab, flexible Bänder, Kurzhanteln, schwingende Stäbe, Fitball),
• Hilfestellungen zur Integration der erlernten Übungen in den Alltag,
• Hinführung zur allgemeinen, täglichen körperlichen Aktivität,
• unterschiedliche Methoden zur Förderung der Körperwahrnehmung, Entspannungsfähigkeit, Achtsamkeit und Gelassenheit,
• Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Voraussetzungen der Teilnehmenden,
10 x 60
Min.
149,00 €
14,90 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Ja
Inhalte des Rückenfitkurses (Kraft)
Die Inhalte des Rückenfitkurses (Kraft) werden in sechs Bausteinen dargestellt:
A. Körperwahrnehmung und Körpererfahrung
B. Training der motorischen Grundeigenschaften (Kraft, Flexibilität, Koordination, Ausdauer)
C. Entspannung und Stressmanagement
D. Rückenspezifische Wissensvermittlung und Information
E. Gruppen- und Einzelgespräche
F. Evaluation
Methoden in dem Rückenfitkurs (Kraft)
1. Allgemeine Grundsätze zur Methodik
• Vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen, vom Bekannten zum Unbekannten
Der Rückenfitkurs (Kraft) wird als ein systematischer, dynamisch verlaufender Lernprozess verstanden. Alle Kursmaßnahmen dienen der Förderung dieses Lernprozesses, d.h. sie sind konsequent progressiv aufgebaut.
• Deduktives und induktives Lernverfahren
Bei der deduktiven Methode wird auf das selbstständige Erarbeiten und Entwickeln verzichtet. Das entscheidende Merkmal ist die zentrale Rolle der Sollwertvorgabe.
Bei der induktiven Methode werden die rückenfreundlichen Verhaltensweisen von den Teilnehmern selbstständig erarbeitet. Die entscheidenden Merkmale des induktiven Verfahrens sind der Verzicht auf eine Sollwert-Vorgabe am Beginn des Lernprozesses.
2. Die wichtigsten Methoden
• Der Lehrvortrag/Kurzvortrag
Der Lehrvortrag ist die klassische Methode der Informationsvermittlung in der Erwachsenenbildung. Ein guter Vortrag kann effektiv zum Wissenserwerb beitragen. Die Nachteile des Vortrages bestehen darin, dass der Vortragende nicht ausreichend auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Kursteilnehmer (KT) eingehen kann. Der KT ist in einer eher passiven Rolle und er kann das Kursgeschehen nicht aktiv mitgestalten. Wegen der kursleiterorientierten Ausrichtung des Vortrages, wird diese Methode nur eingeschränkt bzw. kommt nur als Kurzvortrag zum Einsatz.
• Das Lehrgespräch
Bei einem Lehrgespräch soll der Vortrag mit den Beiträgen der KT entwickelt werden. Die Kunst besteht darin, die Beiträge der KT so einzubauen, dass der Faden des Vortrages trotz der Fragen weitergesponnen werden kann. Das Lehrgespräch weckt bei vielen KT Erinnerungen an den Schulunterricht. Ein Lehrgespräch löst, wenn es nach altem Muster durchgeführt wird, bei mündigen KT in der Erwachsenenbildung, eher Unbehagen aus. Das lernwirksame Lehrgespräch erfordert von dem Kursleiter (KL) eine große Flexibilität und besondere Fähigkeiten in der Gesprächsführung.
• Gruppengespräch
Bei einem Gruppengespräch beteiligen sich alle KT und der KL des Präventionskurses an dem Gespräch. Das Gesprächsthema wird von den KT oder vom KL eingebracht. Der KL hat eher die Funktion eines Moderators, der das Gespräch zielorientiert leitet. Das Gruppengespräch eignet sich besonders gut z. B. für das Erfragen der KT-Erwartungen und KT-Wünsche, für den Erfahrungsaustausch oder später für das Feed-Back.
• Die Kleingruppenarbeit/Gruppenarbeit
Kleingruppenarbeit bedeutet, dass sich KT während einer festgelegten Zeit mit einer vereinbarten Aufgabe beschäftigen. In der Regel arbeiten mehrere Kleingruppen (meistens drei bis sechs Mitglieder) gleichzeitig und informieren sich nach der Gruppenarbeitsphase gegenseitig über die Ergebnisse. Die Gruppenarbeit kann in vielen Varianten organisiert werden. Variiert werden vor allem die Aufgabenstellung, die Arbeitsbedingungen, die Ergebnispräsentation und die Ergebnisauswertung. Wegen der deutlichen Teilnehmerorientierung ist diese Methode für den Präventionskurs besonders gut geeignet.
• Die Kursteilnehmerdemonstration
Bei der KT-Demonstration stellen ein oder mehrere KT einen Bewegungsablauf, eine Bewegungsübung oder eine Entspannungsmethode der Gesamtgruppe vor. Die Diskussion oder der Vergleich unterschiedlicher KT-Beiträge entspricht dem induktiven Lernverfahren. Die aktive Beteiligung der KT bei dieser Methode ist aus pädagogischer Sicht für den Präventionskurs sehr wertvoll.
• Die Kursleiterdemonstration
Bei der KL-Demonstration stellt der KL, vergleichbar mit der KT-Demonstration, einen praktischen Inhalt der Gesamtgruppe vor. Diese Methode nach dem Schema „Vormachen – Nachmachen“ ist nicht so lernwirksam wie die KT-Demonstration und wird daher in dem Präventionskurs nur so oft wie unbedingt notwendig eingesetzt werden.
4. Strukturierung der einzelnen Kursstunden
Der Ablauf der Kursstunden bleibt von der ersten bis zur zehnten Stunde weitgehend identisch. Dieses Prinzip erleichtert den Kursleitern die Gestaltung der Kurse. Für die KT bietet diese gleich bleibende Struktur Sicherheit und eine hohe Transparenz des Kursgeschehens.
Ziele des Rückenfit (Kraft)-Kurses
Übergeordnete Leitziele
Die übergeordneten Leitziele lauten
- Förderung der Rückengesundheit und
- Prävention der Chronifizierung von Rückenbeschwerden
Die Ansteuerung der übergeordneten Leitziele erfolgt in Anlehnung an die Kernziele bewegungsbezogener Gesundheitsprogramme (Brehm & Bös 2006):
Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen
In dem Präventionskurs geht es um die positive Beeinflussung des Halte- und Bewegungssystems durch die Verbesserung und Förderung der allgemeinen und rückenspezifischen körperlichen Fitness. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen motorischen Grundeigenschaften Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination und hier im Speziellen die Stabilisationsfähigkeit der Rücken- und Rumpfmuskulatur sowie der großen Gelenke durch eine verbesserte Koordination und Kraft.
Stärkung der psychosozialen Gesundheitsressourcen
Zum Wohlbefinden, zum Gesundsein und zum Gesundverhalten strebt das Kurskonzept die Stärkung emotionaler, motivationaler, kognitiver und sozialer Ressourcen an. Diese sind verbunden mit Aspekten bzw. Konzepten wie: Positive Emotionen, Optimismus, Stimmungsmanagement, Effekt- und Handlungswissen, Selbstwirksamkeits- und Konsequenzerwartung, Kontrollüberzeugung, Selbstvertrauen und sozialer Rückhalt verbunden.
Aufbau von und Bindung an gesundheitsorientierte Aktivität
Beschreibung der Zielgruppe
Der Präventionskurs „Rückenfit (Kraft)“ wendet sich an alle erwachsene und gesunde Personen. Ausgeschlossen sind Personen mit behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Die Teilnehmenden des Kurses sollten daher als Kriterium weitgehend schmerzfrei und belastbar sein. Das bedeutet, dass die Personen in der Lage sein sollten, aktiv an den Bewegungsprozessen des Kurses ohne Beschwerdeverschlechterung teilzunehmen.
Primäre Zielgruppe sind vor allem jene Menschen, die
- sich wenig bewegen ( <1 Std. körperlicher Aktivität / Woche)
- ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen aufweisen
Fazit: Das Kurskonzept der Rückenschule Hannover beschreibt auf der Basis des GKV-Leitfadens Prävention vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 1. Oktober 2018 eine primärpräventive Maßnahme nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V. Es handelt sich im Handlungsfeld Bewegung um das Präventionsprinzip: Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens-und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme. Es richtet sich grundsätzlich und ausschließlich an gesunde Versicherte ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen.