Das vorliegende Präventionsangebot richtet sich an gesunde Versicherte mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger. Es soll dazu motivieren, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen, indem positive gesundheitsbezogene Verhaltensweisen angeregt werden. Präventionskurse finden grundsätzlich in Gruppen statt.
Das Programm besteht aus 10 je 90-minütigen Einheiten. Es ist als Einstiegsprogramm konzipiert. In der Teilnehmerbroschüre ist ein Bewegungstagebuch zu finden, welches zur Motivationsförderung genutzt werden kann. Während des Kurses wird ausreichend Handlungskompetenz und –wissen vermittelt.
10 x 90
Min.
145,00 €
14,50 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Auf Anfrage
Die Kurseinheiten laufen stets nach einem einheitlichen Struktur statt:
(1) Begrüßung: Jede Kurseinheit (KE) beginnt mit dem Einfinden der Gruppe am Treffpunkt und dem Begrüßen der TN. Der KL fragt nach dem Befinden aller. Die durchgeführten Hausaufgaben werden besprochen und Erfahrungen ausgetauscht.
(2) Information: Um nach Kursende ein ei-genverantwortliches Training unter gesundheits- sportlichen Aspekten durchführen zu können, bedarf es einer ausreichenden Wissenskompetenz. Wäh-rend der KE soll daher auch Wissen über Anatomie, Physiologie und Trainingswissenschaft vermittelt werden. Dies trägt zur langfristigen Gesunderhaltung bei.
(3) Einstimmung/ Erwärmung: Ziel dieser Sequenz ist das Einstimmen auf die Bewegung und die Gruppe. Bei diesen Übungen stehen das Interagieren mit anderen Gruppenmitgliedern und das Erleben positiver Emotionen im Vordergrund. Es wird auf den nachfolgenden Hauptteil vorbereitet.
(4) Schwerpunkt/ Hauptteil: Es werden Übungen zum Erlernen des Krafttrainings unter Beachtung der korrekten Ausführung durchgeführt. Die Trainings-belastung steigt im Verlauf der Einheiten an. Das Krafttraining wird durch Beweglichkeits- und Koordinationsübungen ergänzt.
(5) Abschluss: Diese Phase dient u.a. dem freien Üben der vermittelten Inhalte.
(6) Ausklang: Zur Förderung der Beweglichkeit wird zum Ende jeder Trainingseinheit ein Dehntraining der hauptsächlich beanspruchten Muskulatur durchgeführt.
(7) Verabschiedung: Es wird mit den TN über das Befinden gesprochen und die Kurseinheit reflektiert. Es werden in Anlehnung an die Leistungsfähigkeit unter-schiedliche Hausaufgaben festgelegt.
- Wissensvermittlung durch KL mittels Gesprächen und Vorträgen
- Demonstration von Übungen
- Einzel-, Partner-, Gruppenarbeiten
- Spielformen
- TN-Korrektur zur Sicherung der richtigen Bewegungsausführung
Für die Umsetzung der Übungen des Programms „AOK-Workout im Studio“ sollen darüber hinaus folgende Prinzipien zur Vermeidung von Über- oder Unterforderungen der Teilnehmer berücksichtigt werden:
- Vom Einfachen zum Schweren: Der Aufbau der Übungen erfolgt in dem Sinn, dass zunächst die Übungen in ihrer einfachsten Form mehrmals geübt werden, bevor komplexere Bewegungsabläufe integriert werden.
- Vom Langsamen zum Schnellen: Gerade die etwas komplexeren Bewegungsausführungen werden zunächst langsam geübt, bevor schnellere Bewegungen möglich sind.
- Vom Gezielten zum Variablen: Die einzelnen Übungen werden zunächst in ihrer Grundform geübt, um dann auch Variationen in der Übungsausführung zuzulassen.
- Von der Praxis zum Transfer in den Alltag: Zur Aufrechterhaltung der Aktivität auch über den Kurs hinaus, werden verschiedene Aktivitäten/Verhaltensweisen von Beginn an direkt in den Alltag integriert.
Beispiel: Hausaufgaben mit in den Alltag nehmen und dort durchführen.
Eine Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen stellt ein zentrales Kernziel jedes Gesundheitssportprogramms dar. Eine systematische Aktivierung des Muskelsystems löst Anpassungsprozesse des gesamten Organismus aus und trägt so dazu bei, diesen widerstandsfähig und gesund zu halten.
Der Schwerpunkt dieses Kurses ist auf das Thema Kraft bzw. Kraftausdauer gelegt. Alle anderen sportmotorischen Beanspruchungsformen werden aber zusätzlich mit trainiert.
Dem Ziel der Prävention bzw. Verminderung von Risikofaktoren liegt ganz allgemein die Erkenntnis zugrunde, dass beim Ausbleiben von Anforderungen an die physischen Gesundheitsressourcen relativ schnell der Prozess einer negativen Anpassung an diese Unterforderungen einsetzt. Somit ist eine systematische Stärkung der physischen Ressourcen ein „Nebeneffekt“, der zur Verminderung von Risikofaktoren beiträgt. Die Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen bezieht sich auf solche emotionalen, kognitiven und sozialen Potenziale, durch die einerseits das subjektive Gefühl des Wohlbefindens entsteht und verstärkt wird und die andererseits helfen, Anforderungen unterschiedlicher Art besser zu bewältigen. Daneben gilt es, dass Handlungs- und Effektwissen aufzubauen.
Notwendig ist insbesondere eine Stärkung des Selbstvertrauens, dass man trotz bestehender körperlicher Probleme gesundheitssportliche Aktivitäten ausführen und sich dabei auch noch wohlfühlen kann (Selbstwirksamkeit).
Die Partizipation an (Gesundheits-) Sportangeboten bietet dabei grundsätzlich gute Möglichkeiten für soziale Kontakte.
Das Kernziel der Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden fokussiert auf einen adäquaten Umgang mit vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die Ausbildung entsprechender Bewältigungskompetenzen.
Mit dem Ziel des Aufbaus von Bindung an gesundheitssportliches Verhalten werden die regelmäßige Durchführung von gesundheitssportlichen Aktivitäten sowie das langfristige Dabeibleiben anvisiert. Gesundheitssportliche Aktivität soll auf diese Weise zu einem stabilen Element eines Gesundheitsverhaltens bzw. eines aktiven, gesunden Lebensstils werden.
Im vorliegenden Programm wird diesen Erkenntnissen Rechnung getragen und Maßnahmen zur Förderung von Bindung an regelmäßige körperlich-sportliche Aktivität. Ferner sollen gegebenenfalls vorhandene Teilnahmebarrieren, wie z. B. die Angst vor körperlicher Überforderung, im Laufe des Kursprogramms gezielt abgebaut werden.
Zur Verbesserung der Bewegungsverhältnisse dient die Herstellung günstiger Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Durchführung von Gesundheitssportprogrammen. Grundsätzlich gehören hierzu insbesondere Qualifizierungsmaßnahmen für Kursleiter, die Zurverfügungstellung adäquater Räumlichkeiten und Geräte, der Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung, sowie die Etablierung eines systematischen Qualitätsmanagements (vgl. Tiemann, 2010).
Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Aspekt steht im hier vorliegenden Programm die Vernetzung mit weiterführenden (Folge- bzw. Dauer-) Angeboten im Mittelpunkt. Das 10 Einheiten umfassende Kursprogramm stellt einen Einstieg in eine regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität dar.
Das vorliegende Präventionsangebot richtet sich an gesunde Versicherte mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger ohne behand-lungsbedürftige Erkrankungen. Es soll die Versicherten motivieren, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen, indem positive gesundheitsbezogene Verhaltensweisen angeregt werden.