Mit der sensomotorischen Bewegungsförderung für Kinder soll dem Bewegungsmangel und den damit verbundenen motorischen Defiziten entgegengewirkt werden. Eine sensomotorische Bewegungsförderung unterstützt hierbei die harmonische, individuell-ganzheitliche Entwicklung des Kindes und die Entfaltung seiner gesamten Persönlichkeit. Durch vielfältige Wahrnehmungs- und Bewegungshandlungen in unterschiedlichen Situation erlangt das Kind wichtige Körper- und Umwelterfahrungen. Durch den fortlaufenden Wechsel der Spiele und Übungen wird eine ganzheitliches Bewegungsförderung der motorischen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Koordination und Gleichgewicht, gewährleistet. Gleichzeitig wird theoretisches Wissen in einfacher und spielerischer Weise in einer lockeren Atmosphäre vermitteln.
9 x 60
Min.
99,00 €
11,00 €
pro Einheit
6 bis 7
Jahre
Nein
Inhalte und Methoden werden im Kurskonzept detailliert dargestellt.
Da jeder Kurs inter-individuellen Unterschieden unterliegt, ist dieses Kurskonzept sowie die dazugehörigen Modellstunden lediglich als Orientierung aufzufassen
und nicht als Standardkonzept für alle Gruppen.
Belastungsintensitäten, Theorieinhalte sowie der Umfang an Effektvermittlung differieren sehr stark von Kurs zu Kurs. Je nach Zielgruppe und Leistungsniveau werden die Inhalte
und Methoden spezifisch adaptiert, wobei der biopsychosoziale Ansatz konsequent weiter verfolgt wird.
Folgende Inhalte werden während der 8 Kurseinheiten vermittelt:
Grundformen der Bewegung (z.B. Gehen, Laufen, Hüpfen, Krabbeln, Springen, Kriechen, Klettern, Rollen, Rutschen, Werfen)
Schulung koordinativer Fähigkeiten ( Gleichgewichtsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, räumliche Orientierungsfähigkeit)
Spielformen mit und ohne Regeln und Spielrituale
Entspannungsphasen
Möglichkeit der Einbindung der Bewegungselemente und Spielformen in weiterführende, dauerhafte Sportprogramme
Spielerische Inhalte des Programms werden durch Informationssequenzen, Verhaltensregeln, Reflexion am Stundenende (Selbst- und Fremdwahrnehmung, Eindrücke, Probleme) ergänzt. Folgende Methoden werden zur Umsetzung der Inhalte verwendet:
•Anregung und Herausforderung zu Bewegung, Sport und Spiel durch fantasieanregendes, reichhaltiges Angebot an Geräten und Materialien
•Nutzung offener, freier Bewegungsaufgaben
•Bewegungen von der Grob-zur Fein- und Feinstkoordination
•von der Körpererfahrung über die Sacherfahrung hin zur Sozialerfahrung
•von der Aktivität ohne Gerät/Material hin zur Gerät-Materialkombination
Feste Strukturen am Anfang und Ende der Bewegungszeit sollen dabei eine Orientierung schaffen (Ritualisierung). Die Bewegungszeiten werden erlebnisorientiert gestaltet, um die Fantasie anzuregen. Insgesamt steht die Ganzheitlichkeit des Konzeptes im Vordergrund, in welchem sowohl sensomotorisch-körperliche und geistige, als auch emotional-soziale und entwicklungsorientierte Reize angesprochen werden.
Ziel dieser Maßnahme ist es, durch koordinative und sensomotorische Spiel- und Übungsformen die motorischen Fähigkeiten (besonders Koordination), eine aufrechte und stabile Haltung (besonders Kraft und Gleichgewicht) sowie die Körperwahrnehmung zu schulen. Weitere Ziele sind:
•der Ausgleich von muskulären Dysbalancen
•der Ausgleich des kindlichen Bewegungsmangels
•Üben und Weiterentwickeln des gruppenorientierten Sozialverhaltens
•Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen
•Verminderung von Risikofaktoren wie z.B. Bewegungsmangel
•Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
Der Kurs richtet sich an Kinder zwischen 6 und 7 Jahre ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen oder spezielle Risiken, die primärpräventiv fehlende Wahrnehmungs-, Bewegungserfahrungen und Haltungsschwächen ausgleichen möchten. Dazu zählen Kinder, welche in die Bewegung einsteigen möchten, wieder einsteigen möchten und Kinder, welche zur bewegungsarmen Gruppe gehören