Wassergymnastik (Kraft)

Training im Wasser schafft ideale Bedingungen, um die Gesundheit zu erhalten und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Wassergymnastik kräftigt die Muskulatur, verbessert die Beweglichkeit und die Koordination und setzt Glückshormone frei. Im Wasser ist ein gelenkschonendes und sanftes, aber dennoch höchst effektives Training möglich. Die Hauptbeanspruchungsform dieses Kurses ist Kraft. Der Einsatz von verschiedenen Zusatzgeräten ermöglicht ein individuelles und abwechslungsreiches Training für alle Altersgruppen und Fitnesslevel.
10 x 45
Min.
110,00 €
11,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Ja
Das übergeordnete Ziel der Wassergymnastik besteht aus der Reduzierung und Vermeidung von Bewegungsmangel. Der zentrale Schwerpunkt liegt daher auf dem Erlernen und Einüben eines gesundheitsorientierten und bewegungsfreudigen Lebensstils. Zu den Inhalten zählen z.B. gymnastische Übungen zur Ganzkörperkräftigung. Auch Lockerungs-, Mobilisations- und Beweglichkeitsübungen finden Anwendung. Weiterhin werden durch verschiedene Übungen die Körperwahrnehmung sowie die Haltung verbessert und damit in Verbindung mit dem Krafttraining Haltungsschwächen vorgebeugt. Der strukturierte Stundenaufbau besteht aus: - Aufwärmen - Hauptteil (mit Wissensvermittlung) - Schluss
Der freund- und spielorientierte Charakter der Stunden und der Einsatz von Musik sowie motivierende Partner- und Gruppenübungen verknüpfen das Gelernte mit positiven Erfahrungen und schaffen somit Voraussetzungen für eine langfristige und nachhaltige Bindung an gesundheitssportliche Aktivität (lebenslanges Training), auf die wir einen besonderen Wert legen. Durch die konstante Gruppenkonstellation können positive Gruppenprozesse entstehen, die Teilnehmer können voneinander und miteinander lernen und sich gegenseitig motivieren. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit werden die Möglichkeiten eines langfristig aktiven Lebensstils ausführlich besprochen. In der letzten Trainingseinheit werden Übungen ohne Geräte durchgeführt, da die Teilnehmer so die Möglichkeit haben, z.B. im Schwimmbad, alleine weiter trainieren zu können, auch wenn keine Geräte zur Verfügung stehen. Genau diese Übungen finden sich auch auf dem Handout wieder. Zusätzlich werden den Teilnehmern Möglichkeiten der Belastungssteuerung und -dosierung auf sportwissenschaftlicher Basis vermittelt. Der aktive Einbezug der Teilnehmer und der Erfahrungsaustausch fördern von Anfang an die Eigenaktivität und -verantwortlichkeit für die Gesunderhaltung, bzw. -förderung. Dabei wird auf dem vorhandenen Wissen der Teilnehmer aufgebaut und das Niveau entsprechend der Gruppenkonstellation angepasst. Methoden: Frontalunterricht, Wissensvermittlung mittels Lehrgespräch, Teilnehmerkorrekturen zur Sicherung der Nachhaltigkeit in der Bewegungsausführung, Vormachen – Nachmachen.
Die gesundheitssportliche Aktivität im Wasser verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand, reduziert Bewegungsmangel und hilft gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden Handlungskompetenz und Eigenverantwortung sind sechs Kernziele integriert. Kernziel 1: Stärkung physischer Gesundheitsressourcen Mithilfe von Kraftübungen und dem Einbezug von koordinativen Elementen wird die Hauptbeanspruchungsform Kraft gefördert. Die Körperhaltung wird durch die Kräftigung relevanter Muskelgruppen optimiert. Kernziel 2: Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen Über die Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen sowie den Aufbau einer positiven Selbstwirksamkeitserwartung und eines positiven Körperkonzepts werden psychosoziale Gesundheitsressourcen gestärkt. Spielerische Partner- und Gruppenaufgaben verbessern die Sozialkompetenz, fördern die Einbindung und heben die Stimmung der Teilnehmer wodurch gleichzeitig die Motivation an der Kursteilnahme erhöht wird. Kernziel 3: Verminderung von Risikofaktoren Durch das regelmäßige Training kann Bewegungsmangel reduziert und Erkrankungen, die mit Bewegungsmangel assoziiert sind, wie z.B. arterielle Hypertonie, Diabetes, KHK oder auch chronische Rückenschmerzen, entgegengewirkt werden. Gleichzeitig können durch das Training Schutzfaktoren für die Gesundheit, wie z.B. eine Erhöhung der fettfreien Körpermasse, Training des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels sowie Vermeidung und Reduzierung von Übergewicht, aufgebaut werden. Kernziel 4: Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden Das Medium Wasser führt zu einer Schmerzreduktion, außerdem können durch den Auftrieb im Wasser viele Bewegungen ausgeführt werden, die an Land eventuell nicht mehr möglich wären. Allein hierdurch können bereits psychosomatische Beschwerden reduziert und die Motivation für die Teilnahme erhöht werden. Weiterhin werden mit den Teilnehmern die Vorteile von regelmäßiger körperlicher Aktivität, wie z.B. Steigerung des Wohlbefindens und der Selbstwirksamkeitserwartung, sowie die Bewältigung von Missbefindens-Zuständen ausführlich besprochen und aktive Problemlösungsstrategien mit den Teilnehmern erprobt. Kernziel 5: Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität Die Teilnehmer erleben Freude an der Bewegung bzw. der körperlichen Aktivität, z.B. über den Einsatz von Musik und motivierender Partner-/Gruppenaufgaben. Der Aufbau von Handlungs- und Effektwissen zur positiven Wirkung von Bewegung auf den menschlichen Organismus sowie über die Zusammenhänge von Bewegung auf das Wohlbefinden werden ausführlich vermittelt. Kernziel 6: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse Weiterhin werden gemeinsam mit den Teilnehmern Strategien zur Bindung an eine regelmäßige und langfristige Durchführung von gesundheitsförderlicher Aktivität (lebenslanges Training!) entwickelt und mögliche Hindernisse bei der Umsetzung sowie deren Bewältigung thematisiert.
Die Maßnahme ist nicht geschlechtsspezifisch, richtet sich an gesunde - auch ältere - Versicherte ab 18 Jahren und ist für alle Bevölkerungsgruppen offen. Die Zielgruppe definiert sich aus gesunden Versicherten mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger, z. B. aufgrund einer überwiegend sitzenden Tätigkeit, jedoch ohne eine behandlungsbedürftige Erkrankung