Endlich Nichtrauchen

Der Kurs basiert auf einem eigenen Kurskonzept. Der Kurs umfasst insgesamt 7 Kurstreffen. Verwendet wird die Schlusspunkt-Methode. In den ersten drei Kurstreffen wird der Rauchstopp gezielt vorbereitet. Hierbei werden insbesondere wichtige Informationen und hilfreiche Strategien zum Umgang mit Entzug und Rauchverlangen erarbeitet sowie die Zuversicht und Selbstwirksamkeit der Teilnehmer gestärkt. Diese werden angeleitet, ihren jeweils individuellen Rauchstopp-Termin möglichst im Vorfeld festzulegen. Dieser liegt optimalerweise zwischen dem dritten und vierten Kurstreffen, wird aber von jedem Teilnehmer ausschließlich selbst bestimmt. In weiteren vier Kurstreffen werden die Teilnehmer während ihrer ersten vier rauchfreien Wochen begleitet. Jede Kurssitzung bietet neben Erfahrungsaustausch einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt, der dem zu diesem Zeitpunkt zu erwartenden Bedarf der Teilnehmer/innen entspricht. Hier geht es vor allem um die langfristige Stabilisierung der Abstinenz.
7 x 90
Min.
185,00 €
26,43 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Ja
Phase 1 (Treffen 1-3: Vorbereitung des Rauchstopps): - neurophysiologisches Grundwissen zur Tabakentwöhnung - Beobachtung des eigenen Rauchverhaltens - Verhaltensalternativen für kritische Rauchsituationen - Strategien zum Umgang mit Entzug und Rauchverlangen (Entzugsmanagement) - Information über Hilfsmittel zur Entzugslinderung - Motivationsklärung/-förderung - individuelle Terminfestlegung für den Rauchstopp Phase 2 (Abstinenzstabilisierung): - Jeweils Eingangsrunde am Anfang (Erfahrungsaustausch) - Bearbeitung von individuellen Abstinenzproblemen / Rückfällen - Strategien der Selbstkontrolle und Selbstverstärkung - stabilisierende Methoden und thematische Inputs (z. B. Selbstbelohnung, soziale Unterstützung, Vermeidung Gewichtszunahme, Stressbewältigung) - langfristige Strategien der Rückfallprophylaxe - Unterstützung bei der Entwicklung eines eigenen rauchfreien Selbstverständnisses - Angebote zur Kursnachbetreuung
Das Kurskonzept beruht auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und verwendet ausschließlich anerkannte Methoden der modernen Verhaltenstherapie. Es werden alle Abhängigkeitsebenen berücksichtigt, dabei wird besonders Wert auf eine individuelle Vorgehensweise gelegt, da für jede(n) Raucher(in) unterschiedliche Strategien hilfreich sein können. Zu den vorwiegenden Methoden gehören: - Information und Präsentation an Whiteboard und Beamer mit Austausch in der Gruppe (z.B. neurophysiologische Grundlagen, Hilfsmittel) - gemeinsame Erarbeitung in der Gruppe (z. B. Verhaltensalternativen und mentale Strategien) - Erfahrungsaustausch und Diskussion in der Gruppe (z. B. Eingangsrunde, Berichte der Teilnehmer) - gezielte Anleitung und Beratung (z. B. Rückfallbearbeitung, Beratung zu Hilfsmitteln) - schriftliche Unterlagen für die Teilnehmer für die Nachbereitung
Ziel des Kurses ist die Beendigung des Tabakkonsums. Jeder Teilnehmer setzt sich jedoch sein eigenes Ziel. Insofern kann für einzelne Teilnehmer auch lediglich eine Konsumreduktion in Betracht kommen.
Zielgruppe der Maßnahme sind erwachsene Raucher/innen, die ihren Tabakkonsum verändern und in der Regel aufgeben wollen. Der Maßnahmeumfang von 7 Kurstreffen unterschreitet die Leitfadenkriterien um eine Sitzung, doch der Kursablauf ist in dieser Form optimal auf den Bedarf der Zielgruppe ausgerichtet, die Verlängerung einer der beiden Kursphasen (Vorbereitung, Stabilisierung) wäre inhaltlich kontraproduktiv. Eine längere Vorbereitungsphase von mehr als drei Treffen würde die Angst der meisten Teilnehmer angesichts des anvisierten Rauchstopps erhöhen, deren Ambivalenz verstärken und damit die Motivation und Erfolgszuversicht wesentlich verringern. Für die Phase der Abstinenzstabilisierung sind hingegen 4 Treffen ausreichend, dies garantiert die Begleitung der Teilnehmer während der kritischen ersten vier Wochen der Entwöhnung. Weitere Kurssitzungen würden keine Steigerung der Erfolgsrate mehr bewirken, im Gegenteil würde eine Verlängerung ggf. die Selbstwirksamkeit der Teilnehmer negativ beeinflussen. Der Umfang von sieben Kurstreffen ist daher beim vorliegenden Konzept als inhaltlich notwendig zu erachten, eine höhere Anzahl von Kurstreffen wäre in diesem Fall als kontraproduktiv zu bewerten. Dass die Unterschreitung der Vorgaben des Leitfadens im vorliegenden Kurskonzept notwendig und sinnvoll ist, wird in der Vorbemerkung zu den Stundenverlaufsplänen noch einmal ausführlicher begründet.