Sensormotorische Bewegungsmotorische Bewegungsförderung bei Kindern

Bewegungsmangel nimmt im Kindes- und Jugendalter stetig zu. Die Ursachen liegen neben diversen soziokulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen in einer veränderten Freizeitgestaltung. Der natürliche Bewegungsdrang von Kindern wird durch die Rationalisierung der natürlichen Bewegungsräume und zudem durch immer inaktivere Beschäftigungen wie die Nutzung audiovisueller Medien, eingeschränkt. Bewegungs- und Körpererfahrungen werden somit auf ein Minimum reduziert. Die Folgen sind motorische Defizite. Durch die veränderte Lebenswelt kommen viele Aktivitäten heute nur noch zu Stande, wenn Kinder und Jugendliche in ihre Bewegungsräume „transportiert“ werden. Der immer stärker auftretende Sitzzwang und mangelnde Bewegungsreize im Alltag führen unter anderem zu einer Abnahme von eigenständigem und kreativem motorischen Bewegungsverhalten und diese können letztendlich zu einer Stagnation der motorischen Entwicklung beitragen.
8 x 60
Min.
90,00 €
11,25 €
pro Einheit
8 bis 12
Jahre
Ja
Zur Realisierung der sechs Kernziele sollten folgende Inhalte Bestandteile der Maßnahme sein und sich mit ausformulierten Bausteinen in den Stundenverlaufsplänen wiederfinden: • Module zur Verbesserung der physischen Ressourcen Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, mit Hinweisen zur Belastungsdosierung und Belastungsanpassung, zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen und Übungen, zur motivierenden Durchführung der Module (z. B. Einsatz von Musik, Herstellung positiver sozialer Kontexte, Kursleiterverhalten) • Lockerungsübungen im Rahmen der genannten Module zur Förderung der physischen Ressourcen sowie ein Modul zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit . Aufbau von Handlungs- und Effektwissen zur gesundheitsförderlichen Wirkung von Bewegung und Entspannung insbesondere der durchgeführten Aufgaben zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness (z. B. Informationen zur Notwendigkeit von Bewegung, Belastungsdosierung, korrekte Ausführung der Übungen) • Vermittlung von Körpererfahrung und positiven Bewegungserlebnissen in der Gruppe • Module zur Unterstützung der Integration des Gelernten in das Alltagsleben nach Interventionsende • kontinuierliche Information und Anleitung zu gesundheitsförderlichen und ökologisch vorteilhaften Bewegungsabläufen im Alltag, vermehrter regelmäßiger Bewegung im Alltag (z. B.Treppensteigen, Zufußgehen, Radfahren) . Anleitung zur Vermeidung längerer Sitzzeiten im Alltag, • Motivation zu und Unterstützung bei der Weiterführung gesundheitssportlicher Aktivitäten in individueller oder kollektiver Form z. B. in Sportvereinen bzw. bei anderen Sportanbietern • Anlass- und bedarfsbezogen: Sensibilisierung für die potenziellen Gefahren von Nahrungsergänzungsmittelkonsum, Medikamentenmissbrauch und Doping. Bei gerätegestützten Maßnahmen ist der Geräteeinsatz auf maximal die Hälfte des Programmumfangs beschränkt. Für alle am Gerät trainierten Hauptmuskelgruppen sind alternative, in den Alltag transferierbare Übungen (mit oder ohne Übungsmaterialien) in vergleichbarem Umfang zu vermitteln. Gleiches gilt für gerätegestützte Ausdauertrainingsprogramme. Der Zugang zu den Bewegungsmöglichkeiten, die in der Folge des Bewegungsprogrammes ausgeübt werden sollen, muss niedrigschwellig möglich sein.
. Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit praktischem Training zum Kennenlernen und Einüben des neuen Bewegungsverhaltens • Informationen über die Zielgruppe, insbesondere zu den Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel sowie zu Barrieren der Zielgruppe, regelmäßige körperliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten • Eingehen auf die spezifische Situation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Barrieren, regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten (u. a. zielgruppenangemessene Belastungsvorgaben) . Verbindung von praktischer Erfahrung mit Kenntnisvermittlung (bzw. Information) • Verbindung von körperlicher Beanspruchung mit positivem emotionalem Erleben (z. B. durch Rhythmisierung, durch Einsatz von Geräten und Materialien, durch Gruppenaufgaben) • Verbindungen herstellen zwischen einer problemzentrierten Bewältigung gesundheit- licher Probleme mit einer emotionszentrierten Bewältigung • Vermittlung von Strategien zur Bindung an körperliche Aktivität (z. B. Handlungsplanung, Barrierenmanagement, Motivation zu ökologisch vorteilhafter Mobilität: Radfahren, Zufußgehen im Alltag) • Vernetzung des Angebots einerseits zur Erleichterung eines Einstiegs (z. B. mit Ärztin- nen/Ärzten), andererseits zur Unterstützung des Übergangs in Folgeangebote (z. B. durch Kooperation mit Sportvereinen oder anderen Sportanbietern)
Zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden Handlungskompetenz und Eigenverantwortung sind sechs Kernziele anzusteuern: • Kernziel 1: Stärkung physischer Gesund- heitsressourcen (insbesondere die Faktoren gesundheitsbezogene Fitness, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Entspannungsfähigkeit) • Kernziel 2: Stärkung psychosozialer Gesund- heitsressourcen (insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, soziale Kompetenz und Einbindung) • Kernziel 3: Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere solche des Herz-Kreislauf-Systems sowie des Muskel-Skelettsystems) • Kernziel 4: Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen • Kernziel 5: Aufbau von Bindung an gesund- heitssportliche Aktivität sowie Einbindung in den alltäglichen Tagesablauf (Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto ...) • Kernziel 6: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u. a. durch den Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung) Bezogen auf die Zielgruppe ist der Aufbau von Bindung an regelmäßige eigenständige gesund- heitssportliche Aktivität (Kernziel 5) von zentraler Bedeutung.
Kinder (8-10 Jahre, ohne Eltern) ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen oder spezielle Risiken, die primärpräventiv fehlende Wahrnehmungs-, Bewegungserfahrungen und Haltungsschwächen ausgleichen möchten. Dazu zählen Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger, - bewegungsarme Personengruppen.