Ein kräftiger und beweglicher Rücken für Vielsitzer
In diesem Präventionsprogramm werden wichtige Aspekte sitzender Tätigkeit aufgegriffen und behandelt. Wissenswertes über unseren Körper und den Belastungen, denen er bei überwiegend sitzender Tätigkeit ausgesetzt ist, werden hier angesprochen und Lösungen präsentiert. Ergonomische Aspekte finden genauso Aufmerksamkeit wie Augentraining und Wechselwirkungen von Stress und Haltung. Da ein beweglicher und kräftiger, stabiler Rücken die Voraussetzung für ein beschwerdefreies Arbeiten in statischen Positionen darstellt, werden beide hier gleichberechtigt trainiert. Dieser Kurs trainiert also 2 Schwerpunkte gleichzeitig.
10 x 60
Min.
130,00 €
13,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Ja
Inhalt
• Vermittlung von Hintergrundwissen und Selbsthilfemöglichkeiten zum Aufbau von aktiven Strategien
• Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen zur Reduktion von physischen Belastungen
• Vermittlung von selbständig durchführbaren Übungs- und Trainingsformen und Aufbau von Selbststeuerungskompetenzen für die Durchführung eigenständiger gesundheitssportlicher Aktivitäten
• Vermittlung von positiven Bewegungserfahrungen
• Aufbau von Handlungs- und Effektwissen über Hintergründe von körperlicher Aktivität zum Aufbau von Bindung an Bewegung (Motivation!) und bei der problemzentrierten Bewältigung spezifischer Gesundheitsprobleme
• Verbesserung des Wohlbefindens und dadurch Reduktion von physischen Belastungen
• Vermittlung von selbständig durchführbaren Übungs- und Trainingsformen zur Schulung der Wahrnehmung
• Informationen zu Angeboten von weiterführenden Maßnahmen
Methoden
• Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit praktischem Training zum Kennenlernen und Einüben des neuen Bewegungsverhaltens
• Informationen über die Zielgruppe, insbesondere zu den Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel sowie zu Barrieren der Zielgruppe, regelmäßige körperliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten
• Eingehen auf die spezifische Situation der Zielgruppe, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Barrieren, regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten (u. a. zielgruppenangemessene Belastungsvorgaben)
• Verbindung von praktischer Erfahrung mit Kenntnisvermittlung (bzw. Information)
• Verbindung von körperlicher Beanspruchung mit positivem emotionalen Erleben (z. B. durch Rhythmisierung, durch Einsatz von Geräten und Materialien, durch Gruppenaufgaben)
• Verbindungen herstellen zwischen einer problemzentrierten Bewältigung gesundheitlicher Probleme und einer emotionszentrierten Bewältigung
• Vermittlung von Strategien zur Bindung an körperliche Aktivität (z. B. Handlungsplanung, Barrierenmanagement)
• Vernetzung des Angebots einerseits zur Erleichterung eines Einstiegs (z. B. mit Ärztinnen/Ärzten), andererseits zur Unterstützung des Übergangs in Folgeangebote (z. B. durch Kooperation mit Sportvereinen)
Zielsetzung
Zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden
Handlungskompetenz und Eigenverantwortung sind sechs Kernziele anzusteuern:
Kernziel 1: Stärkung physischer Gesundheitsressourcen (insbesondere die Faktoren
gesundheitsbezogener Fitness, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit,
Entspannungsfähigkeit) Es erfolgt eine kontinuierliche Umsetzung mit langsam steigender
Belastungsintensität unter dem Aspekt, die Fähigkeit zu erwerben, die Übungen selbständig
durchführen zu können.
Kernziel 2: Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (insbesondere Handlungs- und
Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, soziale Kompetenz und
Einbindung) Es wird ein hohes Motivationspotenzial durch die Gruppendynamik geschaffen.
Gleichgesinnte mit ähnlichen Schwierigkeiten kommen zusammen und tauschen sich aus.
Durch interaktive Partner- und Gruppenaufgaben werden Hemmungen abgebaut und der
Selbstwert in der Gruppe gestärkt. Übergreifend zur Technikvermittlung werden einfache
Prinzipien der Trainingssteuerung, der Belastungskontrolle sowie physiologischer
Anpassungen während des Trainingsprozesses vermittelt und weisen stark auf die
Eigenverantwortlichkeit für eine gesunde Lebensweise hin.
Kernziel 3:
Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere solche des Herz-Kreislaufsystems sowie des Muskel-Skelettsystems). Den Risiken Bewegungsmangel, Stress und soziale Verarmung
werden aktiv im Kurs entgegengewirkt. Hinzu kommen Aufklärungen im Sinne des
Salutogeneseansatzes, die zu einer gesünderen Lebensweise führen sollen.
Kernziel 4: Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen Körperwahrnehmung – durch Eigen- und Fremdwahrnehmungsübungen- ist hier der zentrale Zugangspunkt. Durch positive Erlebnisse in Verbindung mit körperlicher Aktivität können Irritationen im Körperschema, Kinästhesie und Psychosomatik vermindert werden.
Kernziel 5: Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität im Alltag. In Anlehnung an den Präventionsansatz wird mit Bewegungsfreude und positiven Erfolgserlebnissen der Zugang zu einer aktiven Lebensweise gebahnt. Die Teilnehmer werden unterstützt, dauerhaft Anschluss an einer Sportgruppe zu finden.
Kernziel 6: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u.a. durch den Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung)
Gesunde – auch ältere – Versicherte mit Bewegungsmangel, Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger, mit speziellen Risiken im Muskel-Skelettsystem (z.B. überwiegend sitzender Tätigkeit), jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen