Die Mitte des Rumpfes (englisch Core) ist die natürliche Kraftzentrale in der Körpermitte. Seine Funktionen sind sehr vielseitig: bei allen Bewegungen im Alltag stabilisiert das Core die Wirbelsäule, richtet den Rumpf auf und schützt die innenliegenden Organe. Ein mehrschichtiges, komplex aufeinander liegendes Muskelsystem im Bereich des Bauches, des Rückens und der Hüfte sorgt für diese Multifunktionalität. Im Zuge der stetig zunehmenden Rückenprobleme in der Bevölkerung und zusätzlich wachsender Wertschätzung der eigenen Gesundheit hat sich die Wirbelsäulengymnastik oder auch das Core-Training längst als festes Element in der Prävention bewährt. Der Kräftigung und Stabilisierung der Rumpf- und dessen umliegender Muskulatur kommt demnach eine wichtige präventive Aufgabe zu. Präventiv können mit aktiv eingesetzter Wirbelsäulengymnastik auftretende Probleme, wie fehlende Rumpfstabilisation, Rückenschmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen, verhindert werden.
10 x 60
Min.
120,00 €
12,00 €
pro Einheit
18 bis 69
Jahre
Nein
Näheres in den Stundenbildern
Zur Erreichung der oben genannten Ziele stützt sich die Wirbelsäulengymnastik / Core Training (Kraft) auf folgende Inhalte bzw. Module
• Körperwahrnehmung
• Training der motorischen Grundeigenschaften
• Entspannung
• Haltungs- und Bewegungsschulung
• Wissensvermittlung und Informationen
• Gruppen und Einzelgespräche
Diese Module stellen die Grundlage für Wirbelsäulengesundheit dar und stehen in einem engen Zusammenhang. Sie werden in der Praxis entsprechend vernetzt und zugeordnet. Die speziellen Inhalte greifen innerhalb der 10 Unterrichtseinheiten ineinander über und werden je nach Bedarf quantitativ mehr oder weniger zum Einsatz gebracht. Es gilt immer vom einfachen zum komplizierten vorzugehen. Zur Realisierung der sechs Kernziele des Gesundheitssports sollten folgende Inhalte Bestandteile der Wirbelsäulengymnastik (Core Training) sein:
Begrüßung und Wissensvermittlung
• Gesundheit
• Wirbelsäule
• Bewegung
• Entspannung
Aufwärm- und Mobilisationsphase
• allgemeine aeroben Ausdauer
• Mobilisationsübungen
• Aufmerksamkeitslenkungen
• Übungen zur taktilen Wahrnehmung
Hauptteil (Gymnastikphase)
• Training der Muskelkraft – aktiv-dynamisch
• Kräftigung der Rumpf- und Extremitätenmuskulatur
• Stabilisierungstraining für die Rückenmuskulatur
• Übung zur Förderung der Sensomotorik
• Verbesserung der muskulären Koordination
• Bewältigung komplexer Bewegungssituationen
• Übungen zur Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit
Entspannung und Regeneration
• Vermittlung muskulärer Entspannung/Regeneration
• Mobilisationsübungen, Dehnübungen, Lockerungsübungen
Ausklang und Hausaufgaben
• Bewegungsaufgabe
• Neugier weckende Inhalte
• Aufbau von bewegungsbezogenen Selbststeuerungskompetenzen
• Transfer in den Alltag
Die einzelnen Sequenzen können sich dabei ergänzen und sind eine didaktisch- methodische Orientierungshilfe. Jede Kurseinheit ist zur Qualitätssicherung im Ablauf detailliert beschrieben, damit eine systematische Wissensvermittlung (Effektwissen) und ein systematischer Ablauf aufeinander aufbauender Kursstundeninhalte (Handlungswissen) sichergestellt ist.
Es ist unumstritten, dass der Bewegungsmangel der Menschen einen großen Risikofaktor für die Gesundheit darstellt und körperlich-sportliche Aktivitäten zu den zentralen Faktoren der Erhaltung sowie der Wiederherstellung der physischen und der psychosozialen Gesundheit gehören.
Dieses Wissen muss den Teilnehmern kompetent vermittelt werden. Sie sollen ihre alltäglichen Bewegungsgewohnheiten erkennen, diese kritisch reflektieren lernen und dann nachhaltig ändern und über entsprechende Alternativen nachdenken oder verfügen.
Durch das eigene Erarbeiten von Wissen erfolgt ein gemeinsames nachhaltiges Lernen in der Gruppe mit eigenen Fragen, Ideen und ständigem Austausch untereinander. Der Übungsleiter nimmt sich zurück und lässt die Gruppe agieren. Auch kleine Hausaufgaben sollten immer wieder aufgegeben werden.
So können die Teilnehmer zu Hause üben und Bewegungsaspekte verinnerlichen. Den Teilnehmern soll bewusstgemacht werden, wie bedeutsam regelmäßige körperliche Aktivität und Bewegung ist und wie sie diese in das Alltagsleben mit einbeziehen können (Auto öfter mal stehen lassen und Fahrradfahren, Treppe statt Fahrstuhl bzw. Rolltreppe, etc.)
Differenzierung
• Vom Leichten zum Schweren
• Vom Einfachen zum Komplexen
• Vom Bekannten zum Unbekannten
Bewusstheit
• Körperwahrnehmung ist Grundlage
Selbsttätigkeit
• Bewegungsaufgabe
• Vormachen und Vorzeigen der Zielübung
• Beschreiben und Erklären
• Bewegungsanweisung und -korrektur
Anschaulichkeit:
• Inhalte müssen verstanden werden und Alltagsbezug haben
• Demonstrationen sollten bestmöglich sein
• Bewegungsansagen sollten kurz und in einfachen Sätzen sein
Vielseitigkeit
• Aufmunternde Aufgabenbeschreibung
• Neugier weckende Inhalte
Planmäßigkeit
• Stundenbilder oder Trainingseinheiten schriftlich fixieren
• Schwerpunktthemen
• Vernetzungen sichtbar machen
Bedeutsamkeit und Machbarkeit
• Teilnehmer sollte Erfolg auf seine eigenen Fähigkeiten zurückführen
• Mittleres Intensitätsniveau
Das übergeordnete Ziel des Kurses ist die gezielte Verbesserung der individuellen gesundheitlichen Situation der Teilnehmer durch den Abbau von Bewegungsmangel, die Förderung physischer und psychosozialer Ressourcen und die Vermittlung von gesundheitsgerechtem Bewegungsverhalten. Im Rahmen der in den Kursablauf integrierten praktischen Übungen, wird die Wahrnehmung der Teilnehmer für ihre eigene Körpermitte geschult und Übungseinheiten erarbeitet, die in den Alltag integriert werden sollen.
•Stabilisierung des allgemeinen gesundheitlichen Wohlbefindens
•Aufbau und Besserung der (rückenspezifischen) körperlichen Fitness
•Verbesserung der individuellen Körperhaltung und Bewegungsabläufe im Alltag
•Erleben von positiven Haltungs- und Bewegungserfahrungen
•Warnehmung und Erleben des eigenen Körpers
•Aufbau von bewegungsbezogenen Selbststeuerungskompetenzen
•Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
•Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
•Verminderung von Risikofaktoren
•Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
•Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
Versicherte mit Bewegungsmangel, die ein spezielles Risiko im Bereich des Muskel-Skelett-Systems aufweisen, vor allem im Bereich Rumpfstabilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule, ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen.