SlingFit - Ganzkörperkräftigungstraining mit und ohne Schlingentrainer
Das SlingFit - Ganzkörperkräftigungstraining mit und ohne Schlingentrainer ist ein ganzheitliches Training, bestehend aus praktischen Einheiten mit dem übergeordneten Ziel der Entwicklung von neuromuskulären Balancen und der Verminderung entsprechender Dysbalancen sowie der Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen.
10 x 60
Min.
120,00 €
12,00 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Um ein ganzheitliches Training anzubieten werden verschiedene Übungen auf der Matte sowie Krafttraining am Schlingentrainer (max. 30 % des gesamten Kursumfangs) mit der Vermittlung von Handlungs- und Effektwissen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention kombiniert. Der Teilnehmer erlernt innerhalb der präventiven Maßnahme eine optimale Ausführung von Alltags- und Freizeitbewegungen und entwickelt eine neuromuskuläre Balance. Ein weiteres Ziel des Trainings ist die unbewusste Verarbeitung propriozeptiver Signale durch eine zunächst bewusste Ausführung der Bewegungsaufgaben (Leonard 1998).
Um die Nachhaltigkeit der präventiven Maßnahme zu sichern, steht das Erlernen von gerätespezifischen und nicht-gerätespezifischen Übungen, welche die Teilnehmer im Anschluss an den Kurs zu Hause selbstständig durchführen können, im Mittelpunkt. Dem Kursteilnehmer werden zu Beginn der Maßnahme ein Teilnehmer-Manual ausgehändigt. In diesem sind die Übungen der einzelnen Kursstunden ausführlich erklärt.
Vermittlung von alltagsbezogenen Übungen, Schulung von gesunden Haltungsgewohnheiten, Muskeldehnungen, Entspannungsübungen
Neben der Vermittlung und Automatisierung der aufrechten Körperhaltung und das Erlernen rückengerechter Bewegungsabläufe (ADL=Activity of daily living), werden Funktionsgymnastikübungen, Dehnübungen, Mobilisationsübungen und Ent-spannungsübungen durchgeführt. Mit Hilfe dieser Übungen werden verschiedene Muskelgruppen zur Unterstützung der aufrechten Körperhaltung aufgearbeitet, zur Verkürzung neigende Muskelgruppen gedehnt, die Beweglichkeit der Teilnehmer gefördert und das Bewegungsverhalten des Teilnehmers ökonomisiert.
Verbesserung der Kraft, Kraftausdauer und des Herz-, Kreislaufsystems
In der geplanten präventiven Maßnahme steht eine Ökonomisierung der Muskelaktivitäten durch die Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination durch verschiedene Übungen im Vordergrund. Durch diese Ökonomisierung ist der Teilnehmer in der Lage, die vorhandene Kraft im Alltag effektiv einzusetzen.
Grundsätzlicher Aufbau der Einheiten (Details im Stundenmanual)
Aufwärmprogramm:
Warum?
• Vorbereitung des Haltungs- und Bewegungsapparates auf das Training
• Vorbeugung von Verletzungen
• Verbesserung der physischen Leistungsbereitschaft
• Verbesserung der Bewegungskoordination
• Verbesserung der Durchblutung
• Erhöhung der Stoffwechselaktivität
Wie?
Aerobe Kombinationen, Gelenkmobilisation, Ganzkörperbewegungen
• Allgemeines Aufwärmen
• Vorbereitende Übungen für das Training
Alltagsverhalten (ADL-activity of daily living):
Warum?
• Verbesserung des Bewegungsablaufs im Alltag
• Verbesserung der Hebe- und Tragetechniken im Alltag
• Vermeidung/Ausschalten von Risikoprofilen
Wie?
• Vermittlung und Automatisierung der aufrechten Körperhaltung
• Vermittlung von Hebe- und Trageübungen
• Erläuterung von Verhaltens- und Verhältnisprävention
• Kräftigungsübungen/Funktionsgymnastik der Bauch-, Rücken-, Bein- und Armmuskulatur mit Schlingentrainern und Matten
Kräftigung:
Warum?
• Verbesserter Schutz der Gelenke vor Belastungen mittels
leistungsfähigerem Haltungs- und Bewegungsapparat
• Koordinationsverbesserung
• Verbesserung der Kraft und Leistungsfähigkeit
• Stabilisation und/oder Mobilisation
Wie?
• Funktionsgymnastik
• Koordinationstraining
• 30%iger Anteil am funktionellen Trainingsgerät (Schlingentrainer)
Ausklang
Warum?
• Entlastung des Bewegungsapparates
• Aktive/passive Regeneration
Wie?
Aerobe Kombination, Gelenkmobilisation, Entlastungsübungen, Entspannungsübungen
Aktiv:
• Senkung der Muskelspannung
• Normalisierung des Herz-Kreislauf-Systems
• Förderung des Abbaus von trainingsbedingten Stoffwechselrückständen
Passiv:
• Dehnungen
• Entlastung des Bewegungsapparates (Gelenke)
• Physisch/psychische Entspannung
Zwischendrin sind in den einzelnen Stunden kurze Theorieeinheiten integriert. Ziel ist es das Hintergrundwissen zu verbessern, den Teilnehmer zu motivieren und sein Verantwortung und Empowerment zu verbessern.
Im Anschluss an das Training werden vom Übungsleiter „Hausaufgaben“ in Form von Eigenübungen und Wissenstexten vergeben. Diese sollen die Teilnehmer bis zum nächsten Training zu Hause eigenständig durchführen bzw. -lesen.
Es handelt sich um eine verhaltensorientierte Gruppenberatung, in welcher durch praktisches Training ein neues Bewegungsverhalten kennengelernt und eingeübt wird. Der Kurs findet in Kleingruppen von maximal 15 Teilnehmern statt.
Es wird auf die spezifische Situation der Zielgruppe besonders unter dem Gesichtspunkt der Barriere, regelmäßig gesundheitssportlich aktiv zu sein und diese Aktivität beizubehalten, eingegangen. Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel werden aufgezeigt. Wichtig ist hierbei die Verbindung praktischer Erfahrungen mit der Kenntnisvermittlung.
Während des Trainings erfolgt eine systematische Anleitung mit ständiger Kontrolle der Haltung und des Bewegungsablaufes der Teilnehmer. Den Trainierenden werden Möglichkeiten aufgezeigt, die erlernten anatomischen und physiologischen Kenntnisse und die erlernten koordinativen Bewegungsfähigkeiten auf den Alltag zu projizieren. Dabei wird sowohl auf die Bewältigung gesundheitlicher Probleme, als auch auf die Bewältigung emotionszentrierter Probleme eingegangen. Strategien zur Bindung an körperliche Aktivitäten werden vermittelt. Um eine langfristige Verhaltensänderung zu unterstützen, findet nach jeder Stunde ein Gruppengespräch mit allen Teilnehmern statt. In diesen Gruppengesprächen werden Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht.
Eine Vernetzung mit anderen Anbietern findet statt, um den Einstieg für den Kursteilnehmer zu erleichtern und um ihn dabei zu unterstützen ein Folgeangebot wahrzunehmen. Diese Kooperationspartner können z.B. Ärzte und Sportvereine sein.
1. Stärkung physischer Gesundheitsressourcen:
a) Vermittlung von alltagsbezogenen Übungen und Schulung von gesunden Haltungsgewohnheiten, Muskeldehnungen und Entspannungsübungen
b) Verbesserung der körperlichen Beanspruchungsformen wie Kraft, Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit
2. Aufbau einer Bindung an gesundheitssportliche Aktivität (Vermittlung von Verhaltens- und Verhältnisprävention)
a) Stärkung der Eigeninitiative
b) Verbesserung der Motivation
3. Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung,
Körperkonzept, Soziale Kompetenz und Einbindung)
4. Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere solche des Herz-
)Kreislauf-Systems sowie des Muskel-Skelettsystems
5. Bewältigung von psycho-somatischen Beschwerden und Miss-
befindenszuständen
6. Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u. a. durch den Aufbau
kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen
Aktivität und bei deren Weiterführung).
Die Zielgruppe des Kurses “ SlingFit - Ganzkörperkräftigungstraining mit und ohne Schlingentrainer” wird zur Abgrenzung auf erwachsene Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des Muskel-Skelettsystems, insbesondere Rückenbeschwerden jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankung eingegrenzt.