Innerhalb des Präventionskurses „Stressbewältigung im Alltag“ werden folgende Stressmanagementkonzepte vermittelt: Das instrumentelle Stressmanagement hat zum Ziel Stressoren zu identifizieren, zu reduzieren bzw. auszuschalten. Bsp. Ziele setzen, Probleme identifizieren und lösen, Konflikte identifizieren. Beim kognitiven Stressmanagement wird das Ziel verfolgt persönliche Motive, Einstellungen, Bewertungen und Bewertungsmuster aufzudecken und so zu ändern, dass dadurch das Stressgeschehen gemildert bzw. aufgelöst wird. Innerhalb des Kursprogramms wird mittels einer Vielzahl an Übungen und vermittelten Strategien daran gearbeitet innere Glaubenssätze, Einstellung und Denkmuster zu optimieren. Das palliativ-regenerative Stressmanagement zielt darauf ab, den Kursteilnehmer verschiedene Regulationstechniken zu vermitteln, um Stresswirkungen auf der emotionalen, kognitiven oder körperlichen Ebenen aufzulösen und somit die physische und psychische Gesundheit zu fördern.
Die im Kursverlauf angewandten Techniken werden anhand von praxisnahen Beispielen aus dem Leben veranschaulicht und geübt. Praxisorientierte Hausaufgaben sollen die Selbstreflexion der TN anregen und somit einen Transfer des Gelernten in den Alltag begünstigen.
Eigens für das Training entwickelte Teilnehmerunterlagen bieten außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Trainingsinhalte. Der stetige Wechsel von informativen Theorie-Einheiten und Übungen im Einzel- und Gruppensetting soll für ein abwechslungsreiches und produktives Lernumfeld sorgen.
Auf der Grundlage erwachsenenpädagogischer Methoden wird stressreduziertes Lernen ermöglicht. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Problemlöse- und Problemreduktionsstrategien, die von Ergebnissen und Erfahrungen aus der Stressforschung flankiert werden. Zentrale methodische Bausteine sind Wissensvermittlung, Förderung von Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion sowie das Erlernen individuell wirksamer Strategien und Techniken im Umgang mit Stresssituationen. Eingebunden werden wissenschaftlich anerkannte Entspannungsverfahren.
Verhaltensorientierte Gruppenberatung:
•systematisches Trainingsprogramm für Gruppen auf der Basis verhaltenstherapeutisch orientierter Stressbewältigung
•ganzheitlicher Ansatz (Bewältigungsstrategien und der somatischen, kognitiven und emotionalen Ebene)
•Orientierung an den individuellen Stressproblemen der Teilnehmer
•Einbeziehung des sozialen Umfeldes
•Anleitung zur Selbstbeobachtung in belastenden Situationen
•praktische Einübung von Entspannungs- und Stressreduktionsmethoden
•umfangreiche Anleitung für den Einsatz der Übungen im Alltag
Der multimodale Charakter des Präventionskurses drückt sich in der ganzheitlichen Betrachtung psychischer, biologischer und sozialer Ebenen des Stressgeschehens aus. Theorie und Methodik basieren hauptsächlich auf Weiterentwicklungen der Verhaltenstherapie; Erkenntnisse über Entspannungsverfahren und Spannungsregulation werden integriert. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung des Umgangs mit alltäglichen Belastungen im privaten und beruflichen Bereich, sowie im sonstigen sozialen Kontext.
Die Teilnehmer lernen im Training Bewältigungsstrategien und wenden diese dann in einer Stress auslösenden Situation erfolgreich an.
Somit hat der Präventionskurs zum Ziel:
• über die Zusammenhänge von inneren und äußeren Stressoren und Stressempfinden sowie die gesundheitlichen Folger chronischer Stressbelastung aufzuklären,
• die Selbstreflektion anzuregen und
• auf den Ebenen des Stressempfindens (vegetativ-hormonell, körperlich (somatisch), kognitiv, emotional, behavioral) den KursteilnehmerInnen notwendige Kompetenzen zur Stressvermeidung und Symptomlinderung bzw. -auflösung zu vermitteln.
Zielgruppe sind Erwachsene, die aktuell durch Stress belastet sind oder die in Zukunft primärpräventiv von einem solchen Training profitieren können. Durch den Aufbau von Bewältigungs- und Erholungskompetenz und präventiver Schutzfaktoren sowie die Stärkung persönlicher Ressourcen sollen chronische Stressfolgen vermieden und das Erregungsniveau gesenkt werden.