Schwangerschaft und Geburt strapazieren die Körpermitte, durch geschwächte Muskeln, Sehnen und Bänder können Funktionseinschränkungen entstehen, die sich entweder sofort oder im höheren Alter bemerkbar machen. Viele Frauen klagen in den ersten Kleinkind-Jahren oder später über Beckenbodendysfunktionen. Eine norwegische, groß angelegte, wissenschaftliche Studie zeigte beispielsweise, dass 21% der Frauen, die vaginal entbunden haben, im späteren Lebensverlauf eine Urininkontinenz entwickeln. Bei Frauen nach einer Kaiserschnitt-Geburt lag das Risiko immer noch bei 15,9% (dies liegt daran, dass es schon während der Schwangerschaft zu Veränderungen des Beckenbodens kommt). Eine andere Studie ergab, dass jede 4. Mutter über 45 Jahre über Beckenboden- oder Rückenproblematik klagt. Typische Beschwerden, die aus einer schwachen Körpermitte entstehen, sind: Beschwerden im Rücken- oder Beckenbereich, Blasenschwäche beziehungsweise Inkontinenz, Druckgefühl im Unterleib, Schmerzen im Bereich des Be
10 x 60
Min.
179,00 €
17,90 €
pro Einheit
18 bis 49
Jahre
Frauen
Auf Anfrage
1. Basis: theoretische Kenntnisse über den Körper werden erworben, die Körperwahrnehmung wird geschult, Tipps für den Alltag sollen erlernt werden und zuhause umgesetzt werden
2. Warm up: Ganzkörperbewegungen zur Gelenkmobilisation werden ausgeführt, der Körper soll auf die kommende Belastung vorbereitet werden
3. Strength&Flex: Gruppenprogramm zur Steigerung von Kraft, Koordination, Balance und Beweglichkeit wird ausgeführt, mit und ohne Kleingeräte
4. Stretch&Relax: Dehnen und Mobilisieren der Muskulatur, Übungen zur Entspannung
Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit praktischem Training zum Kennenlernen und Einüben des neuen Bewegungsverhaltens.
Informationen über die Zielgruppe, insbesondere zu den Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel sowie zu Barrieren der Zielgruppe, regelmäßige körperliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten.
Eingehen auf spezifische Situation der Zielgruppe, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Barrieren, regelmäßige, gesundheitssportliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten( u.a. zielgruppenangemessene Belastungsvorgaben).
Verbindung von praktischer Erfahrung mit Kenntnisvermittlung (bzw.Information).
Verbindung von körperlicher Beanspruchung mit positivem emotionalen Erleben(z.B. durch Rhythmisierung, durch Einsatz von Geräten und Materialien, durch Gruppenaufgaben).
Verbindung herstellen zwischen einer problemzentrierten Bewältigung gesundheitlicher Pobleme und einer emotionszentrierten Bewältigung.
Vermittlung von Strategien zur Bindung an körperliche Aktivität(z.B. Handlungsplanung, Barrierenmanagement).
Vernetzung des Angebots einerseits zur Erleichterung eines Einstiegs(z.B. mit Ärztinen/Ärzten, andereseits zur Unterstützung des Übergangs in Folgeangebote(z.B. durch Kooperation mit Sportvereinen).
Zur Erzielung von Gesundheits-,Verhaltens,-und Verhältniswirkungen und der zu erlangenden Handlungskompetenz und Eigenverantwortung sind sechs Kernziele anzusteuern58:
Kernziel1:Stärkung physischer Gesundheitsressourcen(insbesondere die Faktoren gesundheitsbezogener Fitness, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Entspannungsfähigkeit)
Kernziel2:Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (insbesondere Handlungs- und Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung, Körperkonzept, Soziale Kompetenz und Einbindung)
Kernziel3:Verminderung von Risikofaktoren (insbesondere solche des Herz-Kreislaufsystem sowie des Muskel-Skelettsystems)
Kernziel4:Bewältigung von psycho-somatischen Beschwerden und Missbefindenszuständen
Kernziel5:Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität
Kernziel6:Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (u.a. durch Aufbau kooperativer Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen Aktivität und bei deren Weiterführung)
Gesunde, versicherte Mütter, die nach der abgeschlossenen Rückbildungsphase, fit bleiben wollen oder ihre Fitness steigern wollen. Bewegungseinsteiger und Wiedereinsteiger, jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen
gesunde, auch ältere Versicherte mit Bewegungsmangel und Risiken im Bereich des Muskel-Skelettsystems.