Rückenschule, Bewegung von morgens bis abends,
dient der Prävention von Rückenschmerzen. Ziel ist es, zum einen rückengerechtes
Verhalten zu vermitteln und zum anderen durch unterschiedliche Übungen Bauch und
Rückenmuskulatur zu stärken sowie Konzepte zur Entspannung zu
kennenzulernen.
In Gruppenunterricht wird rückengerechtes Verhalten sowohl in
Alltagssituationen als auch berufsorientiert vermittelt. Mit unterschiedlichen Kraft- und
Beweglichkeitsübungen werden Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert. Verkürzte
Muskulatur, die für den Rücken Bedeutung hat (z. B. Ischiokruralmuskulatur), wird
entsprechend gedehnt. Entspannungstechniken können das Programm erweitern.
Gleichzeitig wird den Teilnehmern ein modernes Hintergund-, Handlungs- und Effektwissen vermittelt.
Zielgruppen der Rückenschule sind Personen
• die sich wenig bewegen (<1 Stunde körperlicher Aktivität pro Woche),
• die schon Rückenschmerzen hatten, da Rückenschmerzen den stärksten
Prädiktor darstellen, wieder
10 x 60
Min.
95,00 €
9,50 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Module zur Verbesserung der physischen
Ressourcen Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit,
Koordinationsfähigkeit, mit Hinweisen zur
Belastungsdosierung und Belastungsanpassung,
zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen
und Übungen, zur motivierenden
Durchführung der Module (z. B. Einsatz von
Musik, Herstellung positiver sozialer Kontexte,
Kursleiterverhalten)
• Lockerungsübungen im Rahmen der genannten
Module zur Förderung der physischen
Ressourcen sowie ein Modul zur Verbesserung
der Entspannungsfähigkeit
• Aufbau von Handlungs- und Effektwissen
zur gesundheitsförderlichen Wirkung von
Bewegung und Entspannung insbesondere
der durchgeführten Aufgaben zur Verbesserung
der gesundheitsbezogenen Fitness (z. B.
Belastungsdosierung, korrekte Ausführung der
Übungen)
• Vermittlung von Körpererfahrung und positiven
Bewegungserlebnissen in der Gruppe
• Maßnahmen zur Unterstützung der Integration
des Gelernten in das Alltagsleben nach
Interventionsende
• kontinuierliche Information und Anleitung zu
gesundheitsförderlichen Bewegungsabläufen
im Alltag, vermehrter regelmäßiger Bewegung
im Alltag (z. B. Treppensteigen, Radfahren),
Anleitung zur Vermeidung längerer Sitzzeiten
im Alltag und am Arbeitsplatz, Anregungen für eine ergonomische und gesundheitsförderliche
Arbeitsplatzgestaltung sowie zur Vermeidung
von einseitig belastenden Situationen in Beruf
und Alltag
• Motivation zur und Unterstützung bei der Weiterführung
gesundheitssportlicher Aktivitäten
in individueller oder kollektiver Form z. B. in
Sportvereinen bzw. bei anderen Sportanbietern.
Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit
praktischem Training zum Kennenlernen und
Einüben des neuen Bewegungsverhaltens
• Informationen über die Zielgruppe, insbesondere
zu den Folgewirkungen des Risikofaktors
Bewegungsmangel sowie zu Barrieren der
Zielgruppe, regelmäßige körperliche Aktivität
aufzunehmen und beizubehalten
• Eingehen auf die spezifische Situation der
Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere
unter dem Gesichtspunkt der Barrieren,
regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität
aufzunehmen und beizubehalten (u. a. zielgruppenangemessene
Belastungsvorgaben)
• Verbindung von praktischer Erfahrung mit
Kenntnisvermittlung (bzw. Information)
• Verbindung von körperlicher Beanspruchung
mit positivem emotionalem Erleben (z. B.
durch Rhythmisierung, durch Einsatz von
Geräten und Materialien, durch Gruppenaufgaben)
• Verbindungen herstellen zwischen einer
problemzentrierten Bewältigung gesundheitlicher
Probleme mit einer emotionszentrierten
Bewältigung
• Vermittlung von Strategien zur Bindung an
körperliche Aktivität (z. B. Handlungsplanung,
Barrierenmanagement)
• Vernetzung des Angebots einerseits zur Erleichterung
eines Einstiegs (z. B. mit Ärztinnen/
Ärzten) andererseits zur Unterstützung
des Übergangs in Folgeangebote (z. B. durch
Kooperation mit Sportvereinen oder anderen
Sportanbietern).
Kernziel 1: Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
(insbesondere die Faktoren
gesundheitsbezogene Fitness, Ausdauer,
Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit,
Entspannungsfähigkeit)
• Kernziel 2: Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
(insbesondere Handlungs- und
Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung,
Körperkonzept, soziale Kompetenz und Einbindung)
• Kernziel 3: Verminderung von Risikofaktoren
(insbesondere solche des Herz-Kreislauf-Systems
sowie des Muskel-Skelettsystems)
• Kernziel 4: Bewältigung von psychosomatischen
Beschwerden und Missbefindenszuständen
• Kernziel 5: Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche
Aktivität
• Kernziel 6: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
(u. a. durch den Aufbau kooperativer
Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen
Aktivität und bei deren
Weiterführung)83.
Versicherte mit speziellen Risiken im Bereich des
Muskel-Skelettsystems, im Bereich des Herz-Kreislaufsystems
und des metabolischen Bereichs, im
psychosomatischen Bereich und im Bereich der
motorischen Kontrolle, jeweils ohne behandlungsbedürftige
Erkrankungen des Bewegungsapparats.