Nordic Walking ist eine Ausdauersportart mit zusätzlichem Trainingsreiz für die gesamte Oberkörpermuskulatur. Nordic Walking erfüllt somit die Präventionsprinzipien Bewegung zur Förderung der Herz-Kreislauf-Funktion als auch Bewegung zur Förderung des Muskel-Skelettsystems.
Die Kursmethode richtet sich nach dem Prinzip
A L F A - Methode
A - ufrechter Gang
L - anger Arm
F - lacher Stock
A - ngepasster Schritt
Der Grundkurs zielt in erster Linie auf das Erlernen und Beherrschen der Nordic Walking Technik ab und ist so aufgebaut, dass die Teilnehmerinnen auch schon während des Kursverlaufs zwischen den einzelnen Trainingseinheiten das Erlernte für sich praktisch üben können.
Bei diesem Angebot handelt es sich um einen Kompaktkurs über 5 Tage (mit 8 Kurseinheiten):
Donnerstag - Montag
1.-3. Tag je 2 Einheiten
4.-5. Tag je 1 Einheit
8 x 90
Min.
95,00 €
11,88 €
pro Einheit
Ab 18
Jahre
Nein
Kursaufbau:
Theoretische Einführung
Vorbereitung des praktischen und -Hauptteils mit Gymnastikübungen (u.a. zur Mobilisierung und Kräftigung)
Durchführung des Hauptteils: Erarbeitung der Nordic Walking Technik
Abschluss: Dehnen der Muskulatur
Inhalt:
Zur Realisierung der sechs Kernziele sollten
folgende Inhalte Bestandteile der Programme
sein und sich mit ausformulierten Bausteinen im
Kursleitermanual wieder finden:
• Module zur Verbesserung der physischen Ressourcen, Ausdauer, Kraft, Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit,mit Hinweisen zur Belastungsdosierung und Belastungsanpassung, zur korrekten Ausführung von Aufgabenstellungen
und Übungen, zur motivierenden Durchführung
der Module (z. B. Einsatz von Musik, Her-Stellung positiver sozialer Kontexte, Kursleiterverhalten)
• Lockerungsübungen im Rahmen der genannten
Module zur Förderung der physischen Ressourcen
sowie ein Modul zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
• Aufbau von Handlungs- und Effektwissen
zur gesundheitsförderlichen Wirkung von Bewegung und Entspannung insbesondere der
durchgeführten Aufgaben zur Verbesserung
der gesundheitsbezogenen Fitness (z. B. Belastungsdosierung, korrekte Ausführung der
Übungen)
• Vermittlung von Körpererfahrung und positiven
Bewegungserlebnissen in der Gruppe
• Maßnahmen zur Unterstützung der Integration
des Gelernten in das Alltagsleben nach Interventionsende
• Kontinuierliche Information und Anleitung zu
gesundheitsförderlichen Bewegungsabläufen
im Alltag, vermehrter regelmäßiger Bewegung
Primärprävention nach § 20 Abs. 1 SGB V
im Alltag (z. B. Treppensteigen, Radfahren),
Anregungen für eine ergonomische / gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung sowie zur Vermeidung von einseitig belastenden Situationen in Beruf und Alltag
• Unterstützung der Weiterführung gesundheitssportlicher Aktivitäten z. B. in Sportvereinen
Verhaltensorientierte Gruppenberatung mit
praktischem Training zum Kennenlernen und
Einüben des neuen Bewegungsverhaltens
• Informationen über die Zielgruppe, insbesondere zu den Folgewirkungen des Risikofaktors Bewegungsmangel sowie zu Barrieren der Zielgruppe, regelmäßige körperliche Aktivität aufzunehmen
und beizubehalten
• Eingehen auf die spezifische Situation der Zielgruppe insbesondere unter dem Gesichtspunkt
der Barrieren, regelmäßige gesundheits-sportliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten
(u. a. Zielgruppen angemessene Belastungsvorgaben)
• Verbindung von praktischer Erfahrung mit
Kenntnisvermittlung (bzw. Information)
• Verbindung von körperlicher Beanspruchung
mit positivem emotionalem Erleben (z. B.
durch Rhythmisierung, durch Einsatz von Geräten
und Materialien, durch Gruppenaufgaben)
• Verbindungen herstellen zwischen einer problemzentrierten
Bewältigung gesundheitlicher
Probleme mit einer emotionszentrierten Bewältigung
• Vermittlung von Strategien zur Bindung an körperliche
Aktivität (z. B. Handlungsplanung, Barrierenmanagement)
• Vernetzung des Angebots einerseits zur Erleichterung
eines Einstiegs (z. B. mit Ärzten)
andererseits zur Unterstützung des Übergangs
in Folgeangebote (z. B. durch Kooperation mit
Sportvereinen).
Zur Erzielung von Gesundheits-, Verhaltens- und
Verhältniswirkungen und der zu erlangenden
Handlungskompetenz und Eigenverantwortung
sind sechs Kernziele anzusteuern:
• Kernziel 1: Stärkung physischer Gesundheitsressourcen
(insbesondere die Faktoren gesundheitsbezogener
Fitness, Ausdauer, Kraft,
Dehnfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Entspannungsfähigkeit)
• Kernziel 2: Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen
(insbesondere Handlungs- und
Effektwissen, Selbstwirksamkeit, Stimmung,
Körperkonzept, Soziale Kompetenz und Einbindung)
• Kernziel 3: Verminderung von Risikofaktoren
(insbesondere solche des Herz-Kreislauf-Systems
sowie des Muskel-Skelettsystems)
• Kernziel 4: Bewältigung von psycho-somatischen
Beschwerden und Missbefindenszuständen
• Kernziel 5: Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche
Aktivität
• Kernziel 6: Verbesserung der Bewegungsverhältnisse
(u. a. durch den Aufbau kooperativer
Netzwerke beim Zugang zu einer gesundheitssportlichen
Aktivität und bei deren Weiterführung).
Bezogen auf die Zielgruppe ist der Aufbau von
Bindung an regelmäßige gesundheitssportliche
Aktivität (Kernziel 5) von zentraler Bedeutung.
Gesunde – auch ältere – Versicherte mit Bewegungsmangel,Bewegungseinsteiger und -wiedereinsteiger, jeweils ohne behandlungs-bedürftige Erkrankungen.
Krankenkassen können im Ausnahmefall für besondere Zielgruppen, die nicht regelmäßig an
mehrwöchigen Kursen teilnehmen können, die
Maßnahmen auch als Kompaktangebote, verteilt
auf mindestens zwei Tage, bei gleichem Gesamt-umfang fördern. Kompaktangebote können wohnortnah oder wohnortfern durchgeführt werden.
Zielgruppen für Kompaktangebote sind insbesondere berufstätige Versicherte mit Arbeitszeiten, die eine Regelmäßigkeit nicht zulassen, sowie Versicherte mit hoher zeitlicher Beanspruchung.